Jugend debattiert

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Finn Labe vom Gymnasium Oldenfelde und Zandile Amy Ngono vertreten Hamburg Ost im Hamburger Rathaus. Foto: Schleif
 
Schüler-Reporter Lisa Schleif (17 Jahre)

Oldenfelder Gymnasiast vertritt Hamburg Ost

Rahlstedt. 135.000 Schülerinnen und Schüler nehmen in diesem Jahr an dem Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ teil, das sind so viele wie nie zuvor. Vergangenen Monat fanden die schulinternen Wettbewerbe statt. Schnell hat sich dabei gezeigt, wer von ihnen Talent zum Debattieren hat. Für die Schlagfertigsten hieß es: nächster Halt, Gymnasium Oldenfelde. Dort also trafen die besten Debattanten aus dem Regionalverbund Hamburg Ost aufeinander. Insgesamt waren sieben Schulen bei dem Bezirkswettbewerb vertreten. Um gerechte Debatten zu ermöglichen, wurde der Wettkampf in zwei Alterstufen unterteilt: Zu Alterstufe I gehören die Klassen 8- 10 und zu Alterstufe II die Stufen 10- 13. Beide Alterstufen bestanden aus zwölf Debattanten. Der Wettbewerb begann um 8:30 Uhr mit der Anmeldung der Teilnehmer. Diese war kurz und schmerzlos. Anschließend wurden die Debattanten in das Geschehen eingewiesen- dann ging es schon los. Vor jeder Debatte hatten die Schüler Zeit, sich 15 Minuten mit ihrem Mitredner abzusprechen. Dies ist wichtig, um aufeinander aufbauend argumentieren zu können und macht die Debatte flüssig. Die erste Frage, die für die Alterstufe II zur Debatte stand, lautete „Sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr für den Dienst in der Bundeswehr an Schulen werben?“ Neben guten Argumenten lag oft Aufregung in der Luft. Die meisten jedoch, hatten ihr Pokerface aufgesetzt.
Nach jeweils 24 Minuten hitziger Debatte zog sich die Jury aus Lehrern und Schülern zurück. Nach einer kurzen Besprechungszeit gaben sie jedem ein knappes Feedback. Zwischen der Rückmeldung und der nächsten Debatte lag wenig Zeit. Die wenigen Minuten Pause wurden mit Schokoriegeln versüßt. Die zweite Debatte fand ich interessanter. Die Frage, ob sich in unserer Stadt eine Bürgerplattform formieren sollte, wurde diskutiert. Schnell ging diese Debatte zu Ende. Wieder hieß es für uns gespannt Warten, bis die Jury ihr Urteil verkündet. Die gesamte Gruppe konnte sich über eine gute Bewertung freuen. Trotzdem: In der Finaldebatte war nur Platz für vier. Für acht von uns war diese Debatte also die zunächst letzte. In der Aula des Gymnasiums wurden die Finalisten verkündet. Darunter auch Johanna Jäger von der Gyula Trebitsch Schule Tonndorf. Neben ihr war eine Schülerin der Max- Brauer- Schule, ein Schüler vom Gymnasium Blankenese und ein Schüler vom Gymnasium Oldenfelde fürs Finale qualifiziert. Eine gute Wahl, wie ich finde. Während also für mich, als fünft Platzierte, der Wettbewerb an dieser Stelle beendet war, fing er für die aufgeregten Finalisten nochmal richtig an.
Es wurde über die komplexe Frage debattiert, ob schon Jugendliche verpflichtet werden sollten, Altersvorsorge zu betreiben. Alle vier Finalisten schlugen sich souverän. So viel Spaß das Debattieren auch macht- die vier waren sichtlich erleichtert, als die Debatte abgeklingelt wurde. Ein letztes Mal zog sich die Jury zurück. Die Entscheidung fiel ihnen mit Sicherheit alles andere als leicht. Zum Glück wurde die Verkündung der Entscheidung kurz gehalten. Finn Labe vom Gymnasium Oldenfelde und Zandile Amy Ngono werden Hamburg Ost am 17. April im Hamburger Rathaus vertreten. Dort treffen sie auf die Gewinner der anderen Regionalverbände. Sollten sie auch dort überzeugen, dürfen sie Hamburg vertreten. Das Finale aller Bundesländer findet am 23. Juni im Haus des Rundfunks in Berlin statt. Unseren Hamburgern wünschen wir viel Glück!
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