Junge Flüchtlinge ziehen ein

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Die Unterkunft in der Menckesallee: mit ein paar Blümchen gegen die Straßentristesse Foto: mdt

Eine Gruppe aus der Feuerbergstraße kommt noch im Juni an die Menckesallee

Von Marco Dittmer
Eilbek
Vor der Tür blühen Geranien und Petunien, hinter den Gardinen stehen Hochbetten für die künftigen Bewohner bereit: In die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Menckesallee, einer Seitenstraße der Wandsbeker Chaussee, sollen noch im Juni die ersten Bewohner ziehen. Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB) teilte dem Wochenblatt auf Anfrage mit, dass es keinen konkreten Termin für den Einzug gebe, in dem Haus mit 34 Betten aber nur noch „kleine Restarbeiten zu erledigen sind“. In die Räume werden Flüchtlinge aus der Erstversorgungseinrichtung aus der Feuerbergstraße ziehen. Die Unterkunft in Ohlsdorf ist seit Monaten überfüllt und machte im vergangenen Jahr immer wieder Schlagzeilen, weil ein Teil der minderjährigen Flüchtlinge Überfälle, Diebstähle und Einbrüche beging. Auch Übergriffe auf Betreuer wurden bekannt. Von Zuständen wie an der Feuerbergstraße geht der LEB in Eilbek aber nicht aus. Im Gegenteil: „In die Menckesallee zieht die ‚Erstversorgungseinrichtung 2‘. Das ist eine bestehende Gruppe. Betreuer und Jugendliche kennen sich seit Monaten“, sagt Klaus-Dieter Müller vom LEB.

Sicherheitsdienst angekündigt


Rückblick: Im Dezember 2014 erfuhren Anwohner und Gewerbetreibende aus der Menckesallee aus dem Wochenblatt von den Plänen der Behörde. Bei der Verteilung von Info-Blättern durch den Bezirk hatte es zuvor eine Panne gegeben. Auf dem anschließenden Info-Abend machten Nachbarn ihren Unmut Luft und lieferten sich eine hitzige Diskussion mit Vertretern des Bezirkes. Die versprachen im Dezember eine enge Zusammenarbeit von Betreuern, Polizei und Bewohnern der Menckesallee, einen Sicherheitsdienst und einen Betreuungsschlüssel von eins zu drei. Die Unterkunft soll vorerst für zwei Jahre von einem privaten Eigentümer angemietet werden. Ursprünglich war der Bezug bereits für den Februar geplant, der Eigentümer musste aber bei der Renovierung nachbessern.
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