„Juwel“ am Wegesrand

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Pastorin Jutta Jungnickel freut sich auf viele Gäste zum Kirchengeburtstag. Foto: Christa Möller
 
Das kostbare Altarbild aus dem 15. Jahrhundert. Foto: cm

Die Osterkirche feiert 50. Geburtstag

Von Christa Möller
Eilbek. Die Jubilarin hat sich gut gehalten: Die Osterkirche Eilbek im Jacobipark feiert mit einem umfangreichen Programm ihr Jubiläum. Dabei ist das gelbe Backsteingebäude weitaus älter. 1864 wurde es als Friedhofskapelle errichtet, die Bauzeichnungen erstellte der Architekt Isaiah Wood auf der Grundlage von Plänen des Hamburger Architekten Alexis de Chateuneuf. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle durch Bombenangriffe beschädigt und später zeitweise als Abstellraum für Gartengeräte genutzt. „Es war mal ursprünglich angedacht, sie abzureißen“, weiß Renate Endrulat vom Kirchengemeinderat. „Dann wurde sie aber unter Denkmalschutz gestellt, weil es nur noch wenige Chateauneuf-Bauten in Hamburg gibt, die erhalten sind.“
Ältestes Kirchengebäude östlich der Alster
Der Friedhof war bereits 1954 aufgehoben und in den Jacobipark umgewandelt worden. Nach der Restaurierung am 23. September 1962 wurde die Osterkirche als Gemeindekirche feierlich geweiht, sie ist das älteste Kirchengebäude östlich der Alster und bekam bald den liebevollen Beinamen „Das Juwel am Wegesrand“, wie Renate Endrulat erläutert. Weil es damals noch kein Gemeindehaus gab, ersetzten Stühle zdie sonst üblichen Kirchenbänke. Das kostbare Altarbild ist um 1500 entstanden, der Künstler ist unbekannt. Eine Führer-Orgel für die klangvolle Untermalung des Gottesdienstes. Zur Feier des Jubiläums gab es für das Altarbild eine neue Beleuchtung, die 120 Stühle erhielten neue hellblaue Sitzkissen, und die Kirchentür wurde frisch gestrichen.
Um Kräfte zu bündeln, entstand vor einigen Jahren die Kirchengemeinde Eilbek Friedenskirche–Osterkirche, die heute 3.700 Mitglieder hat, von denen 170 ehrenamtlich aktiv sind, beispielsweise als Kirchenwachen.
Denn montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr kann jeder Interessierte einen Blick in die Kirche werfen. Die Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen: Um die Kirche zu besichtigen oder für ein stilles Gebet oder auch zum Gespräch mit den Kirchenwachen. Pastorin Jutta Jungnickel freut sich über das Engagement der Eilbeker. Was ihre Gemeinde auszeichnet? „Die Herzlichkeit. Jeder, der kommt, wird herzlich aufgenommen.“ Für die Zukunft wünscht sich die Pastorin, „dass es immer Leute gibt, die Freude daran haben, in dieser Kirchengemeinde mitzumachen.“ Zum Jubiläum bekommt die Kirchengemeinde am heutigen Mittwoch, 19. September, Besuch von Michel-Hauptpastor Alexander Röder. Er wird um 18 Uhr in der Osterkirche einen Vortrag über das kostbare Altarbild halten. Zum umfangreichen Programm der Festwoche gehören Aufführungen des karasch ensembles (Donnerstag, 20. September, und Freitag, 21. September, 19.30 Uhr, Osterkirche und Jacobipark) und am Sonnabend, 22. September, um 18.15 Uhr das Jubiläumskonzert mit dem Bariton Benno Schöning unter dem Titel „Es ist mein Herz ein kleines Haus“. Den abschließenden Kirchweih-Festgottesdienst am Sonntag, 23. September, um 10 Uhr werden Pastorin Jungnickel und der erste Pastor der Osterkirche Jürgen Stäcker gemeinsam gestalten, für die musikalische Begleitung werden Sängerin Jennifer Rödel, Sopran und Kirchenmusiker Paul Baeyertz an der Orgel sorgen. Da die kleine Kirche nur über eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen verfügt, wird der Festgottesdienst live in Bild und Ton in das Gemeindehaus an der Friedenstraße 2 und in das benachbarte Ruckteschell-Heim übertragen. Im Anschluss 12 lädt die Kirchengemeinde gemeinsam mit der Stiftung Eilbeker Gemeindehaus zum „Kartoffelfest“ ab 12 Uhr rund um das Ruckteschell-Heim ein. Der Abschluss-Segen in der Kirche beginnt um 16.30 Uhr. (cm)

Weitere Infos unter http://www.friedenskirche-osterkirche-eilbek.de und auf der Facebook-Seite der Gemeinde.
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