Kahlschlag im Hohenhorster Park

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Fällung erfolgte nach Plan für neues Baum-Konzept. Grüne für Solarleuchten

Hohenhorst. Die gefällten Bäume liegen bergeweise auf dem Parkgelände nördlich der Schöneberger Straße. Dazu Gestrüpp und große Äste. Schweres Gerät hat auf dem Rasen und den Wegen deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur die Spaziergänger im Hohenhorster Park staunen über die Holzmengen. „So dramatisch hatte ich mir das nicht vorgestellt“, sagt Oliver Schweim, der für die Grünen im Regionalausschuss Rahlstedt der Bezirksversammlung sitzt, erschrocken. 132 Bäume sind der Kettensäge zum Opfer gefallen, genau nach Plan. Anfang der 60er Jahre waren sehr viele schnellwachsende Baumarten auf der ehemaligen Ackerfläche gepflanzt worden, als Gegengewicht zu den neu errichteten Hochhäusern in Hohenhorst. Nach 50 Jahren wurde das dichte Gehölz zum Problem: „Zu dunkel, zu unübersichtlich, zu bedrohlich“, sagten viele Anwohner. Die Umgestaltung war beschlossene Sache.
„Da die Bäume und das Unterholz auch eine ökologische Funktion haben, hatten wir das Konzept der neuen Sichtachse hinterfragt. Aufgrund der geplanten Streuobstwiese, als Kompromiss, aber letztendlich nicht vollkommen abgelehnt“, so der Grünenpolitiker. 35 neue Bäume sollen gepflanzt werden, dazu kommen 25 Obstbäume mit einheimischen Sorten. „Die Streuobstwiese wird zum Lebensraum für viele Insekten, damit sich auch Vögel und Fledermäuse hier ansiedeln können“, erklärt Schweim. Übrigens: In ganz Hamburg werden laut einer Anfrage der Grünen derzeit mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt. In Wandsbek liegt das Minus bei 844 Bäumen.

LED-Technik soll Kosten senken

Die Rahlstedter Grünen haben einen zusätzlichen Vorschlag für die Umgestaltung des Hohenhorster Parks: Der derzeit noch unbeleuchtete Weg in Richtung „Haus am See“ könnte Solarleuchten bekommen. Ihr Licht wäre nicht nur ein Beitrag für das subjektive Sicherheitsgefühl im Park. Mit einem Stückpreis von rund 1.000 Euro wären sie sogar 800 Euro billiger als herkömmliche Wegbeleuchtungen. Außerdem bräuchten sie keine Stromkabel, die 65 Euro pro Meter kosten, rechnen die Grünen vor. „Das wäre eine innovative Lösung und etwas Neues für ganz Hamburg“, schwärmt Schwein. Die Lampen würden mit stromsparender LED-Technik betrieben, die Solarmodule seien mittlerweile anderenorts erprobt. Die Hersteller würden bis zu 20 Jahre Garantie auf die Leistung der Module gewähren. Die SPD unterstützt den Antrag der Grünen. (rg)
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3 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 12.03.2014 | 17:24  
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Oliver Schweim aus Rahlstedt | 14.03.2014 | 23:40  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 15.03.2014 | 08:55  
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