(K)ein neues Haus für die Feuerwehr

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Die Aktiven der Freiwillige Feuerwehr Oldenfelde-Siedlung. Ganz links Ole Thorben Buschhüter Foto: hbz

Sanierung unumgänglich. Bürgerschaft stellt 1,4 Millionen Euro bereit. Nachbarn blockieren

Von Hubert Bätz
Oldenfelde. Gedämpfte Freude herrscht bei der Feuerwehr Oldenfelde-Siedlung in der Bekassinenau 32 über den aktuellen Beschluss der Hamburger Bürgerschaft, aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ 4,5 Millionen Euro für Hamburger Freiwilligen Feuerwehren bereit zu stellen. Auf der Liste der Freiwilligen Feuerwehren, die dadurch profitieren könnten, befindet sich auch die 1930 gegründete Freiwillige Feuerwehr Oldenfelde-Siedlung. „Eigentlich ein Grund zum Jubeln“ meint der stellvertretende Wehrführer Frank Grobelny, aber erklärt gleich, warum der Jubel verhalten ist: Nachbarn haben Einspruch gegen das Bauvorhaben eingelegt. Damit verzögert sich der Baubeginn des Neubaus, der 2014 fertiggestellt werden sollte.
Planungen
Das ist geplant: Ein Neubau, soll das 1957 gebaute Haus und den 1975 erweiterten Geräteschuppen, die heute nicht mehr den Standards entsprechen, ersetzen. Geplante Investition: 1,4 Millionen Euro. Das neue Feuerwehrhaus soll zweigeschossig sein und eine rund 174 Quadratmeter große Fahrzeughalle bekommen, in der die zwei Löschfahrzeuge nebeneinander abgestellt werden können. Der neue Schulungsraum soll deutlich größer sein als der alte, außerdem soll es erstmals einen separaten Raum für die Einsatzkleidung und nach Geschlechter getrennte WCs geben.
Das alles liegt nun erst einmal auf Eis. Rahlstedts SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Ole Thorben Buschhüter meint zum den Einwänden der Nachbarn: „Wie es nun weitergeht, ist vorerst unklar, ich hoffe, dass die Gespräche der Hamburgischen Immobilien Management Gesellschaft mbH (IMPF) mit den Nachbarn diese Einwände ausräumen können.
Bei der IMPF handelt es sich um einen stadteigenen Landesbetrieb, der Liegenschaften und Gebäude, die den besonderen Anforderungen der Feuerwehr-, Polizei- und Museumsnutzung gerecht werden, im Auftrage der Stadt Hamburg bewirtschaftet. Für Frank Grobelny und die 28 aktiven Feuerwehrleute der Wehr sind diese Einwände ein herber Rückschlag, denn das alte Gebäude bereitet ihnen massive Probleme. Grobelny: „Es lässt nur die Unterbringung von zwei Feuerwehrautos hintereinander zu, bei einem Einsatz muss das Auto raus fahren, dann können die Einsatzkräfte erst zusteigen - das kostet Zeit“. Außerdem seien die Sozialräume zu klein.
Grobelny fasst zusammen: „Mich ärgert der Umgang dieser Nachbarn mit dem Ehrenamt der Feuerwehr. Jeder braucht unsere Hilfeleistungen, wir sind für Oldenfelde -Siedlung da. Das beweisen nicht zuletzt unsere Aktivitäten neben denn Einsätzen bei Bränden, Unfällen (rund 50 Einsätze im Jahr 2012). Wir betreuen das Osterfeuer im Hanni-Park, begleiten den jährliche Laternenumzug.“
Auch Ole Thorben Buschhüter sagt: „ Es ist mir unverständlich, wie man ehrenamtlichen Helfern in der Not derart Steine in den Weg legen kann.“
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