Keine Jagd auf Schweine

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Wildschweine haben in Deutschland kaum natürliche Feinde.

Mehrheit lehnt FDP-Antrag ab

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Die FDP forderte bei der jüngsten Bezirksversammlung die intensive Bejagung der Wildscheine. Die Liberalen begründeten ihren Antrag mit der Sorge, dass Wildschweine verstärkt ins Hamburger Stadtgebiet vordringen. Die Forstverwaltungen sind auf die Tiere nicht vorbereitet. Nach Recherchen von FDP-Fraktionschef Klaus Fischer hat die Population der Wildschweine laut des Schleswig-Holsteiner Jagd- und Artenschutzbericht stark zugenommen. Ursache für dieses Anwachsen sind laut Experten der für Biogasanlagen vermehrt angebaute Mais und das Fehlen natürlicher Feinde wie Luchs und Wolf.
Dr. Fischer forderte bereits von der Hamburger Verwaltung , die er mit einer kritischen Anfrage bereits im Juni versorgte, mehr Engagement. Bei der Hamburger Verwaltung findet man allerdings die FDP-Anfrage überzogen, hier erklärte man, dass es „derzeit keine Anzeichen“ gebe, dass „ein kritischer Schwellenwert erreicht“ sei.
In der Bezirksversammlung bekamen die Liberalen Schützenhilfe von der CDU. Dem Schwarzwild droht vorerst dennoch keine große Gefahr, denn Wandsbeks rot-grüne Koalition und die Linke lehnten den FDP-Antrag ab. Das begrüßten die rund 15 jugendlichen Demonstranten verschiedener Hamburger „Tierbefreier“. Sie hatten lautstark mit Trillerpfeifen und Zwischenrufen protestiert und ein Spruchband mit der Aufschrift „Jäger sind Mörder!“ entrollt. Zwei Sprecherinnen der Gruppe „Tierbefreiung Hamburg“, Antje Römer und Nadja Dennberger: „Wir lehnen die Jagd als eine Form der Gewalt an Tieren entschieden ab.“
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