Keine LKW in der Jüthornstraße

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Rainer Schünemann (SPD) mit Tochter Paula, Ingrid Voss und Gerhard Kobe von der Anwohnerinitiative Jüthornstraße vor Ort.

Durchfahrtverbot soll Anwohner vom Lärm entlasten

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Bei Ingrid Voss, der ersten Vorsitzenden des Bürgervereins Wandsbek, im Asmusweg nahe der Jüthornstraße tanzen Gläser im Schrank, bei Gerhard Kobe in der Jüthornstraße vibriert der Schreibtisch. Den anderen Anliegern geht es ebenso.
Ursache: Die LKW und Busse, die unter der Woche durch das Wandsbeker Wohngebiet in Richtung Autobahn unterwegs sind und die Jüthornstraße zwischen der Rennbahnstraße und der Hammer Straße als Abkürzung zum Horner Kreisel nutzen.

Lärmbelästigung
Die Anwohner leiden unter dem Lärm. Bereits 2010 beklagten sie diesen Zustand im Rahmen eines von der EU geforderten und von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und dem vom Bezirksamt Wandsbek veranstaltetem Lärmforums. Damals gab es Vorschläge, wie man den Lärm vermindern könne. Doch dann erklärte die Verkehrsbehörde die Jüthornstraße zu einer Hauptverkehrsstraße. Fortan herrschte noch mehr Verkehr, denn jedes Navi leitet nun die Lkws und Busse hier durch.“ Die Anwohner haben sich nun zu einer Initiative zusammengeschlossen und sich einmal mehr an die Bezirkspolitiker gewandt. Die CDU Wandsbek forderte in der letzten Bezirksversammlung ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen. SPD, GAL und Linke schlossen sich dieser Forderung an, allerdings erweiterte die SPD den CDU-Antrag mit der Aufforderung an die Behörde, die vorhanden Beschilderung zur Autobahn zu ändern. Die SPD will ein Gesamtkonzept für den Durchgangsverkehr, weil in dem Gebiet um die Jüthornstraße künftig Bahnübergänge wegfallen, und somit andere Verkehrswege entstehen. Dazu erklärte der SPD-Bezirksabgeordnete Rainer Schünemann: „Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten für den Trogbau unter den Gleisen in der Hammer Straße beginnen. Dann droht der Jüthornstraße eine besonders hohe Belastung. Im Planverfahren ist daher sowieso vorgesehen, dass LKW weiträumig über den Ring 2 abgeleitet werden. Das könnte bereits jetzt erfolgen.“
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