Keine Öffnung zum ZOB?

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Die Taxifahrer Roman Mamczyk (v.l.), Kamran Kossari und Mohammad Hassan Pirsalehi haben nichts gegen eine Verlegung des Taxenstandes. Allerdings haben sie viele Wünsche für die Umplanung.Foto: Bätz

Probleme bei Planung am Helmut-Steidl-Platz

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Ende Oktober stellten Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD) und Investor Herbert Wenzel die Pläne für den Helmut-Steidl-Platz vor. Der Bezirksamtsleiter kündigte damals die Öffnung des Busbahnhofes (ZOB) zum Helmut-Steidl-Platz hin an. Nun allerdings wackelt diese Planung. Die Hamburger Hochbahn nämlich hat die zwei vom Bezirksamt vorgeschlagenen Alternativen aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Damit steht auch der Mietvertrag, den die Fast-Food-Kette McDonald‘s für die Bahnhofsarkaden unterschreiben will, auf der Kippe. Der Vertrag hängt nämlich daran, dass mit der Öffnung des Busbahnhofs Laufkundschaft zum Platz kommt.
Die Hochbahn hat nun einen Ortstermin angeboten, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Der Rahlstedter SPD-Fraktionschef, Lars Kocherscheid-Dahm sagt: „Ohne Öffnung des Busbahnhofs schaffen wir einen toten Platz.“
Laut Hochbahn ist die von der Wandsbeker Verwaltung vorgeschlagene Wegeführung so nicht möglich. Maja Weihgold, Sprecherin der Hochbahn: Der Fußgänger- Überweg zum Helmut-Steidl-Platz führte dann durch dort parkende Busse. Das birgt damit ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Außerdem ist die Sicht sowohl für fahrende Busfahrer als auch für Fußgänger wegen der parkenden Fahrzeuge so stark eingeschränkt, dass Konflikte vorprogrammiert sind“.
Obwohl Bezirksamtsleiter Ritzenhoff die ZOB-Öffnung am 27. September angekündigt hatte, lag die entsprechende Anfrage des Amtes laut Hochbahn erst Anfang November vor. Zudem entsprach der Vorschlag des Amts nicht dem Stand der Planungen vom 27. September. Beim Bezirksamt erklärte man, dass bei der Verfeinerung der Planung Schwierigkeiten sichtbar wurden. Diese führten zu den Änderungen, so Bezirksamtssprecherin Ulrike Nowicki. Hauptproblem sei der Taxistand, den die Polizei genau dahin verlegt sehen will, wo eigentlich die Fußgänger vom Steidl-Platz zum ZOB gehen sollten.
Die Taxifahrer sehen das Planungs-Hin und Her locker. Kamran Kossari: „Wir haben nichts gegen eine Veränderung unseres Standortes, allerdings kommt es darauf an, wie viel Taxis hier her passen. Wir haben viele ältere Kunden. Die müssen uns ohne große Umwege erreichen können.“ Kossari wünscht sich eine gute Ausschilderung. Sein Kollege Roman Mamczyk ergänzt. „Eine öffentliche Toilette, die wir Taxifahrer nutzen könnten, wäre auch gut. Wir wünschen uns generell eine großzügige Planung. Dazu gehört beispielsweise, dass die Rufsäule funktioniert, und dass man bei einem Funkauftrag Platz zum Ausscheren aus der Reihe der Taxen hat.“ Investor Wenzel hofft auf den Ortstermin. „Ich brauche langsam belastbare Zusagen zur Öffnung des ZOB.“ (hbz)
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