Kinder helfen Kindern

Anzeige
Michael Stengel (l.) und Regina Heyder vom Runden Tisch bekommen vom Oldenfelder Schulsprecher, Anthony Volkmann, den symbolischen Scheck überreicht Foto: rg

Gymnasium Oldenfelde überreicht Spendenscheck an „Gelbes Dorf“

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Bunte Fähnchen wehen vor dem gelben Containerdorf, der Innenhof ist voller Menschen. Sie sitzen an langen Tischen und genießen von den Flüchtlingen zubereitete Speisen. Geschminkte Kinder mit einem Eis in der Hand laufen durch die Menge, es gibt ein Glücksrad und einen Feuerspucker. Die Flüchtlingsfamilien feiern mit Anwohnern aus Rahlstedt. „Die Stimmung hier hat sich komplett gewandelt“, sagt Regina Heyder vom Runden Tisch. „Viele, die anfangs gemeckert haben, bringen sich jetzt ein und stellen fest, dass Helfen eine tolle Aufgabe ist.“

Ertrag aus sozialem Tag


Ein solches Fest solle es auch künftig geben, auch die Kinder der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt seien mit Begeisterung dabei. Höhepunkt des Festes ist die Übergabe eines überdimensionalen, selbstgemachten Schecks: 5.221,41 Euro steht auf der Pappe, die Anthony Volkmann, Schulsprecher des Gymnasiums Oldenfelde, den ehrenamtlichen Helfern überreicht. Gemeinsam mit seinen Mitschülern hat er am Sozialen Tag rund 8.500 Euro erarbeitet. Der kleinere Teil ist für neue Spielgeräte auf dem Schulgelände bestimmt, der größere für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in der Rahlstedter Straße. „Kinder helfen Kindern war die Idee der Spende“, sagt Anthony. Auch im kommenden Jahr werde es wieder freiwillige Arbeit für den guten Zweck geben.
Die Spende aus Oldenfelde können die Helfer gut gebrauchen. „Wir können jetzt für unsere Nähwerkstatt neue Maschinen und Stoffe kaufen, Material für den Deutschunterricht sowie Werkzeuge und Ersatzteile für die Fahrradwerkstatt“, freut sich Michael Stengel vom Runden Tisch.

Theaterprojekt geplant


„Wir sind durch die Spende flexibler“, sagt er. Für das kommende Jahr sei ein Theaterprojekt mit den meist aus Syrien stammenden Flüchtlingen geplant. „Sämtliche Spenden kommen bei uns eins zu eins an, wir haben keine Verwaltungskosten und legen alles offen“, ergänzt Regina Heyder. Sie freut sich über den großen Zulauf an Freiwilligen aus dem Stadtteil. „Das Gelbe Dorf ist mittlerweile ein Modellprojekt, auch für die Zusammenarbeit des Runden Tisches mit dem Träger Fördern und Wohnen“, sagt Ekkehard Wysocki. Es gebe entsprechend viele Nachfragen, so der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete. Die Erfahrungen könnten nun bei der Unterstützung neuer Unterkünfte genutzt werden, etwa in der Sieker Landstraße oder der Grunewaldstraße.  
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige