Kinder und Natur in Gefahr

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Oliver Schweim von den Grünen und Michael Ludwig-Kircher von der SPD (r.) Foto: rg

Illegales Mülllager in Rahlstedt entdeckt: Zeugen dringend gesucht

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Die ehemalige Chinchillafarm im Herdenpfad steht offenkundig schon länger leer. Unbekannte haben den Flachbau mit Hakenkreuzen beschmiert, Reste einer rot-weißen Polizeiabsperrung flattern im Wind. Mehrere Fenster stehen offen, die Briefkästen sind zerstört. An der Längsseite des Flachbaus sind, sorgfältig mit weißen und blauen Planen abgedeckt, Farbeimer und Lackdosen aufgestapelt. Es stinkt nach Lösungsmitteln. „Ich habe mir das Gebäude gestern erstmals angesehen, der Zustand spricht für sich“, sagt Oliver Schweim, Bezirksabgeordneter der Grünen. „Wer weiß, was drinnen noch alles lagert“, fragt sich sein Kollege Michael Ludwig-Kircher von der SPD. Die Antwort ist schnell gefunden: Hinter einer offenen, zersplitterten Glastür stapeln sich Massen von leeren Farbeimern und Dämmplatten bis zur Decke, auch hier stinkt es nach Lösungsmitteln. „Hier kommt man leicht rein, auch spielende Kinder. Das Gebäude muss unbedingt gesichert werden“, sagt Oliver Schweim. Die beiden Politiker haben einen schwerwiegenden Verdacht: Womöglich wird die Ex-Farm als illegales Mülllager genutzt – direkt am Rand des Naturschutzgebietes. Im hinteren Teil des Grundstücks sind Spuren eines Minibaggers zu sehen, an einigen Stellen ist die Erde abgesackt. Wurde hier womöglich weiterer Müll vergraben?

Behörde soll nachforschen


„Wir haben letzte Woche in der Kreisgeschäftsstelle in Wandsbek ein anonymes Schreiben bekommen“, erläutert der Grüne Oliver Schweim. Der unbekannte Absender, offenbar aus der Gegend, sei demnach mit dem Hund spazieren gewesen. Dabei habe er oder sie zwei Fahrzeuge einer Malerfirma aus Wandsbek am Herdenpfad beobachtet. Schweim und Ludwig-Kircher hoffen nun, dass der Absender sich meldet. Ohne seine Aussage wäre es schwer, die Verantwortlichen zu finden. Womöglich gibt es weitere Zeugen. Die Bezirkspolitiker wollen erreichen, dass die Behörden in dem Fall nachforschen. Das Grundstück soll gesichert und die alten Farben und Lacke entsorgt werden. Der Fall soll auf der nächsten Sitzung des Unterausschusses für Bauangelegenheiten des Regionalausschusses Rahlstedt angesprochen werden.

Kontakt: fraktion@gruene-wandsbek.de, Telefon: 20 69 15
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 21.03.2016 | 09:21  
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