Kinderbetreuung mit Herz

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Diese „Ampelmännchen“-Kinder kommen auch in den Ferien gern in die Gruppe. Foto: Möller
 
Unser Motto lautet: Kinderbetreuung mit Herz und Verstand“, sagt Leiterin Regina Meyer-Broockmann. Foto: Christa Möller

„Ampelmännchen“ helfen Eltern

Von Christa Möller
Barsbüttel. Wenn das kein Service ist: Bei den „Ampelmännchen“ in Barsbüttel werden Grundschulkinder bis 18 Uhr betreut – auch in den Ferien. Denn Berufstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach.
Das fünfzehnköpfige Team entlastet berufstätige Eltern und betreut die Kinder gegebenenfalls schon ab 6.30 Uhr bis Schulbeginn um 7.45 Uhr. Mittags starten die „Ampelmännchen“ um 12.15 Uhr. (Die Basiskinder bleiben bis 14.30 Uhr, die Nachmittagskinder bis 18 Uhr.)
Kickern und mehr
Die Kinder können unter anderem den Kickerraum nutzen, basteln, malen, Kettcar fahren oder sich in der Film-AG betätigen. Für reichlich Platz ist gesorgt – auch draußen, unter anderem auf dem Schulhof. Die Räume stehen vormittags auch der Schule zur Verfügung, beispielsweise für den Heimat- und Sachunterricht.
Gegründet wurde das Angebot vor fünfzehn Jahren durch eine private Elterninitiative. Die ersten „Ampelmännchen“ waren nur zu zwölft und wurden im Jugendzentrum „Akku“ von zwei Pädagoginnen betreut. Eine davon ist die heutige Leiterin Regina Meyer-Broockmann.
Von den 48 ABC-Schützen, die im August eingeschult werden, sind 34 bei den „Ampelmännchen“ angemeldet.
„Das erleichtert die Arbeit sehr, da die Kinder sich ja schon kennen“, weiß die Leiterin. Sie sagt: „Ab August haben wir 158 Kinder in sieben Gruppen, ein enormer Zuwachs.
Es gibt immer mehr Alleinerziehende, das merken wir ganz krass.“ Träger ist der „Schulverein Barsbüttel e.V. Betreuungsgruppe Ampelmännchen“. Finanziert wird die Kinderbetreuung bei den „Ampelmännchen“ jeweils zur Hälfte durch die Mitgliedsbeiträge und von der Gemeinde Barsbüttel.
Den Namen verdanken sie übrigens der Tatsache, dass die ersten Kinder, wenn sie vom „Akku“ zur Schule wollten, über die Fußgängerampel der Hauptstraße gehen mussten – als „Ampelmännchen“ eben. Seit 1998 werden die Kinder in Räumen der Grundschule Barsbüttel am Soltausredder 18 betreut, doch der Name ist geblieben.
„Bei der Qualität der Betreuung können wir auf jeden Fall mit einer offenen Ganztagsschule mithalten“, sagt Regina Meyer-Broockmann stolz. „Wir übernehmen in den Klassen 1 und 2 täglich je eine Unterrichtsstunde, so kennen wir auch die Stimmung in der Klasse, können uns mit den Lehrern kurzschließen und gegebenenfalls Brennpunkte ganz gut entschärfen. Und wenn beispielsweise ein Kind mehr lesen muss, können wir sofort darauf reagieren.
Das Geniale an diesem Konzept ist auch die Super-Zusammenarbeit mit den Eltern.“ Zum Team gehören eine Ergotherapeutin und eine Diplompsychologin, die auch Elternberatung übernimmt. Zukünftig sollen noch mehr Angebote integriert werden, die über die Schulkinderbetreuung hinausgehen. Ganz neu ist eine Partnerschaft mit der Bürgerstiftung Barsbüttel. Dort können sich so genannte Zeitspender melden, die Eltern unterstützen möchten. „Zwei Patenschaften wurden schon vermittelt“, freut sich Initiatorin Regina Meyer-Broockmann.

Am Sonnabend, 25. August, ab 15 Uhr feiert das Team mit Kindern, Eltern, Ehemaligen und allen anderen Interessierten das fünfzehnjährige Bestehen der „Ampelmännchen“ auf dem Schulgelände. Weitere Informationen über die „Ampelmännchen“ erhalten Sie unter Tel.: 67 08 96 60 oder im Internet unter http://www.ampels.de
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