Kirche in der Kirche

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Der erste Spatenstich ist getan. Kita-Kinder haben dabei geholfen Foto: kg

Einzigartig: Neubau im Inneren der Frohbotschaftskirche

Dulsberg Oft gibt es das nicht: Ein Gebäude, das im Inneren einer Kirche entsteht. Deshalb ist der Neubau von Kita und Gemeinderäumen in der Frohbotschaftskirche in Dulsberg auch etwas ganz Besonderes. Mitten in das bereits leergeräumte Kirchenschiff hinein werden zwei Würfel gebaut, die gleich zweigeschossig fast den gesamten Innenraum der Kirche ausfüllen. Dennoch bleibt auch die Kirche als Gemeinde und Institution bestehen. Im vorderen Bereich des Gebäudes werden, wie auch bisher, die Gottesdienste abgehalten. Im Nordteil der Frohbotschaftskirche sollen, statt der bisherigen Holzbänke, Stapel-Stühle stehen. Der neue Raum fällt zwar kleiner aus, entspricht damit aber auch den leicht sinkenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre. Mit dem Neubau im Inneren der Kirche werden zwei Probleme gleichzeitig gelöst. Zum einen sind die bisherigen Gemeinderäume und die Häuser, die von der Kita genutzt wurden, marode und sollen durch einen Neubau ersetzt werden, zum anderen steht die Kirche unter Denkmalschutz und muss in der bisherigen Form erhalten bleiben. Durch den Bau im Bau ist ein Raum gefunden worden, der genug Platz für die beiden Gebäude bietet. Von außen wird sich die Kirche optisch kaum verändern. Zum offiziellen ersten Spatenstich war Harald Rösler, der Bezirksamtsleiter von Hamburg Nord, erschienen. Er wünschte dem Vorhaben alles Gute. Das in Hamburg zurzeit einzige Projekt dieser Art hat aber auch viele Nachbarn aus den umliegenden Quartieren angelockt. „Das Interesse an diesem Neubau ist groß“, weiß auch Pastorin Maren Wichern. Sie betont, dass es trotz der Integration der Kita in das Gebäude eine Kirche bleiben werde. (kg)
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