Kleine Kur fürs Bad

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Badespaß mitten im Wohngebiet in Farmsen Fotos: Glitz

Strandbad Farmsen: Stahlträger ersetzen morsche Pfähle

Von Rainer Glitz
Hamburg. Selbst vom Ufer des Badesees am Neusurenland aus kann man es gut erkennen: Die Holzpfähle im Wasser haben ihre besten Jahre längst hinter sich. Sie dienen während der Saison dazu, mit einer Leine den Schwimmer- vom Nichtschwimmerbereich abzutrennen. Denn an der tiefsten Stelle ist die ehemalige Tongrube fast zehn Meter tief. Die alten Pfähle werden demnächst durch Stahlträger ersetzt. Das Strandbad Farmsen bekam dafür 6.000 Euro aus sogenannten Tronc-Mitteln. Das sind Trinkgelder, die sich in der Hamburger Spielbank über das Jahr ansammeln. Die Initiative kam von Carola Thimm. „Ich habe hier selbst als Kind schwimmen gelernt und freue mich deshalb umso mehr, dass wir das Strandbad mit dem Geld unterstützen können“, so die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete.
„So können wir die Sicherheit für unsere Gäste noch weiter verbessern“, freut sich auch Jens Schebitz, Vorsitzender des Fördervereins Strandbad Farmsen. Der Verein übernahm das Traditions-Freibad 1988 von der Stadt, um es für die Farmsener zu erhalten. 36 Mitglieder unterstützen das Bad derzeit ehrenamtlich. Geld von der Stadt gibt es nicht. „Wir haben nur die Eintrittsgelder als Einnahmequelle, und die werden 2014 nicht erhöht“, sagt Eva Maria Luther, die Kassenwartin des Fördervereins. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 4 Euro, Kinder 2 Euro. Außerdem gibt es Sechserkarten für 20 oder zehn Euro.

Freier Eintritt zur Saisoneröffnung im Mai

Insgesamt 24.329 zahlende Gäste kamen im vergangenen Jahr ins Strandbad Farmsen, an heißen Tagen waren es bis zu 2.000. „Das ist obere Mittellage“, erklärt Eva Maria Luther und sagt: „Die Sonne muss scheinen und es muss längere Zeit warm sein, das ist wichtig für ein Freibad“.
Für den kommenden Sommer hat sich der Förderverein etwas Neues einfallen lassen. „Zur offiziellen Eröffnung am 27. Mai veranstalten wir einen Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt“, kündigt Jens Schebitz an. Auch das Saisonende soll so begangen werden. Und: Wenn es richtig heiß wird, ist ein Nachtschwimmen bis 22 Uhr geplant.

Trinkwasserqualität

„Das hängt natürlich vom Wetter ab und wird spontan entschieden“, so Schebitz. Das Strandbad Farmsen ist dank einer Reinigungsanlage sicher vor Blaualgen und bietet laut Betreiber Trinkwasserqualität. Neben einer 50-Meter-Wasserrutsche und einem 200 Meter langen Sandstrand gibt es Platz zum Spielen für Kinder, schattenspendende Bäume, einen Kiosk und einen Imbiss. Mindestens zwei Wasserwacht-Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes kümmern sich um Sicherheit und Gesundheit der
Besucher.
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