Klingendes Mobil in der Villa Kunterbunt

Anzeige
Nach fünf Minuten Geigenunterricht: Respekt, das sieht schon sehr ordentlich aus. Foto: rdm
Rahlstedt. Kann man Kita-Kinder an die Instrumente eines klassischen Sinfonieorchesters heranführen? Marlies Krassau, Leiterin des Kindergartens Villa Kunterbunt, folgte einer Anregung aus Elternkreisen und lud das „Klingende Mobil“ des Klingenden Museums Hamburg zu einem Besuch ihres Kindergartens ein. An Bord des Musikmobils: Violinen, eine Harfe, eine Zugposaune, eine Tuba, Cello, Kontrabaß, normal bespielbar- aber in Größenformat für Kinder. Spannung, erwartungsvolle Neugier bei den Kleinen, die sich die Nase an der Türscheibe plattdrückten, um beim Auspacken der Instrumente zuzuschauen. Zur Einstimmung erzäheln Chantal Hartkopf und Maxi
Mahenke, Musikerzieherinnen aus dem Klingenden Museum, ihnen das Märchen vom Zwergenkönig, dessen Tochter vom Riesen entführt wird, um Reichtümer zu erpressen. Er wird aber durch einen Zwergenwinzling und durch eine Hexe überlistet. Durch Fragen nahmen die beiden Musikpädagoginnen die Kinder ins Land des Märchens mit. So vorbereitet, ging es für die Kinder an die Instrumente. Hier sollten die Geräusche erzeugt werden, die im Märchen vorkamen: das Kichern des Zwergenwinzlings auf der Violine, das Pfeifgeräusch des Besenstils auf der Harfe, der große stampfende Schritt des Riesen auf dem Kontrabaß oder sein Sturmblasen aus dem Mund auf den Pauken. Mit wachem Interesse, Ernst, Ausdauer, auch manchmal mit Zaghaftigkeit, stellten sich die kleinen „Kita-Musiker“ diesen Herausforderungen. Dabei gelang es ihnen immer wieder Töne zu erzeugen, wie sie dem Instrument gemäß waren. Am Ende waren sie stolz, jetzt die Namen der Instrumente zu kennen, auf ihnen Töne gespielt und so etwas Aufregendes erlebt zu haben. In ihrer pädagogischen Arbeit streben die Erzieherinnen der Kita Villa Kunterbunt eine möglichst gute Vorbereitung auf die Schule an. Dazu gehören Besuche in Museen, Bücherhallen, Theateraufführungen, Feuerwehr und Polizeistationen. Zur Kita-Bildungsarbeit gehört aber auch eine Wochenstunde musikalische Früherziehung mit Notenkunde, Liedern, Rhythmus – und Bewegungsübungen. (rdm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige