Körperschmuck?

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von Lisa Schleif (18 Jahre)
Ältere Menschen, deren Körper mit Tattoos übersät sind, üben eine ungemeine Faszination auf mich aus. Es scheint, als hätten sie die Geschichte ihres Lebens auf ihre Körperoberfläche gezeichnet.
Die Geheimnisse, die sich hinter den einzelnen Kunstwerken verbergen sind offen dargestellt und lassen sich gleichzeitig nur erahnen.
Die Liebe für diese Form von Körperschmuck existiert seit tausenden Jahren. Bereits bei Mumien ließen sich Körper-bemalungen feststellen.
Heute können Menschen ab 18 Jahren frei über ihren Körper und seine „Verschönerung“ entscheiden. Jedoch besteht schon ab dem 16. Lebensjahr die Möglichkeit, sich mit dem Einverständnis der Eltern tätowieren zu lassen. Was bei älteren Menschen interessant wirkt, empfinde ich bei jüngeren Generationen als unangenehm. Die Motive verlieren zunehmend an Aussagekraft. Ganz nach dem Motto „Hauptsache ein Tattoo“, scheinen zahlreiche Jugendliche einem Trend hinterher zu laufen, der meistens auf kein wahres, persönliches Verlangen mehr zurückzuführen ist. Nicht selten wird in der entspannten Urlaubsatmosphäre entschieden, „sich mal eben tätowieren zu lassen“. So kehren Minderjährige aus den Ferien zurück und antworten, wenn man sie auf ihren neuen Körperschmuck anspricht, plump „YOLO“ (You only live once).
Alles klar, dann viel Spaß später bei deinem einmaligen Leben mit dem Namen deines Ex- Freundes auf deinem schwabbeligen Oberarm.
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