Kosmetikbehandlung für Eva

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Der Schöpfer der „Eva“, Bildhauer Bernd Stöcker, befreite die Statue mit einer Metallbürste von den Flecken. Foto: Bätz.

Bronze-Statue war mit Flecken übersät

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Ursprünglich wollte der in Oberbayern lebende Bildhauer und Schöpfer der Rahlstedter Eva Bernd Stöcker vergangene Woche nur eine Bronzetafel der Spender am Sockel der Bronzestatue anbringen, aber schließlich wurden es doch einige Arbeitstage mehr. Der Grund: „Eva hatte Akne“, wie manche Schandmäuler witzelten. Genauer gesagt, so erklärte es der Künstler selbst, war es eine falsche Mixtur von Schwefelleber, die zum Schwarzfärben von Kupfer oder Silber bei Zier- und Schmuckstücken sowie von Bronzefiguren verwendet wird. Die von Stöcker früher aufgetragene Lösung, die für eine schöne Patina sorgen sollte, produzierte stattdessen fleckige Auswüchse an der Figur- eben die von Spöttern monierte „Akne“, die manche Rahlstedter auch für eine von den hier stehenden Palmen über gesprungene Krankheit hielten. „Alles Unsinn“, lachte Stöcker, während er die Bronzedame kosmetisch am letzten Mittwoch vor Publikum mit einer Metallbürste traktierte. Nun sieht „Eva“ wieder toll aus. Jetzt fehlt nur noch das Palmgrün. Aber das soll ja laut Experten wiederkommen, wenn das Innenleben der Bäume nicht erfroren ist.
Bernd Stöcker, gebürtiger Bremer, Ex-Rahlstedter, zeitgenössischer deutscher Bildhauer und Grafiker, schuf 1984 die„ Eva“. Sie stand vor dem früheren Ortsamt, bis sie 2010 gestohlen wurde. Die Rahlstedter sammelten Spenden und Stöcker fertigte einen Abguss der „Eva“. Die Statue steht heute in der Schweriner Straße.
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