Krebs besiegt – „Jeder Tag ist schön!“

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Daniel Sommerfeld vor der Rückkehr in die Schule Foto: rdm

Vor einem Jahr erkrankte Daniel Sommerfeld an Leukämie. Jetzt kehrt der Lehrer an seine Schule zurück

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt. „Wir laufen für Daniel Sommerfeld“ – mit diesem Motto auf orangefarbenen T-Shirts beteiligten sich im vergangenen Mai Schüler des Gymnasiums Meiendorf an Laufwettbewerben. Ihr Lehrer Daniel Sommerfeld, Marathonläufer und Triathlet, war von der plötzlichen Diagnose „Leukämie“ schwer getroffen worden. Daniel Sommerfeld steht jetzt vor der Rückkehr in ein normales Leben und hofft, 2014 wieder in seinen Disziplinen starten zu können. Aus Dankbarkeit für die Solidarität seiner Schüler wird auf seinem T-Shirt stehen: “Ich laufe für meine Schüler.“


Diagnose: Leukämie

Hinter Daniel Sommerfeld liegt ein langer Behandlungsweg mit außerordentlichen Belastungen. Ende Mai letzten Jahres erfolgte die Stammzelltransplantation eines unbekannten Spenders im UKE. Im Herbst zeigten sich die Ärzte optimistisch über den Behandlungserfolg. Im April dieses Jahres gaben sie grünes Licht. Am 1. August darf Daniel Sommerfeld wieder seine Fächer Sport und Spanisch unterrichten. Er kehrt zurück an seine Schule – zunächst mit begrenzter Stundenzahl. Während zum Schuljahresende Lehrer sich auf die Sommerferien freuen, freut sich Daniel Sommerfeld nach 18-monatiger Zwangspause darauf, wieder bei seinen Schülern und Kollegen sein zu dürfen und das Fach Sport mit seinen Ideen weiterzuentwickeln.
Welche Faktoren erklären seine Gesundung? Daniel Sommerfeld lobt die Spitzenmedizin und die Betreuung in der Klinik für Stammzelltransplantation des UKE. Aber von ganz großer Bedeutung sind moralische Unterstützung und Zuspruch, die er von seiner Familie, seinen Freunden, aber auch von seinen Schülern und seiner Schule erfahren hat - in Mails, Briefen, Besuchen, in Laufwettbewerben und der Typisierungsaktion am Gymnasium Meiendorf. 163 Lehrer, Schüler, Eltern erklärten sich zur Blutspende bereit. Dies alles hat ihm Kraft gegeben, auch in schwersten Momenten an das Leben zu glauben. Inwieweit haben die existentiellen Erfahrungen seine Sicht auf das Leben verändert? Die Überzeugung von der physisch unbegrenzten Belastbarkeit ist der Einsicht gewichen, dass auch sein hochtrainierter Körper ihm Grenzen setzt. Und er begrüßt jeden Tag mit ausgebreiteten Armen: „Jeder Tag ist schön.“
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