Kreisel statt Ampel

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Die Kreuzung Meiendorfer Weg. Hier regelt heute noch eine Ampelanlage den Verkehr. Statt einer teuren Auswechslung der Anlage fordern SPD-Politiker, dass der Umbau der Kreuzung zu einem Kreisel schon auf 2013 vorgezogen wird. Foto: hbz

SPD: Umbau der Kreuzung ist kostengünstiger

Von Hubert Bätz
Meiendorf. Der Kreuzungsbereich Meiendorfer Weg/Nordlandweg/Spitzbergenweg in Meiendorf ist eine der Ecken des Bezirks Wandsbek, wo es in der Vergangenheit häufiger zu Unfällen kam. Um das zu verändern, wurde bereits vor geraumer Zeit dieser Ort positiv auf seine Eignung für den Kreisverkehr geprüft. In der Wandsbeker Bezirksversammlung machten Meiendorfer Lokalpolitiker verschiedene Male im Verkehrsausschuss deutlich, dass der Umbau dieser Kreuzung zu einem Kreisel Vorrang vor einer Instandsetzung des Bereiches mit einem Austausch der Ampelanlage habe. Aus den Stellungnahmen des Bezirksamtes und der zuständigen Verkehrsbehörde (Drs. 19/1421) geht nun hervor, dass man den Austausch der Lichtsignalanlage für 2013 vorsieht, und die Planungen bereits in diesem Dezember beginnt. Dies rief nun die SPD und ihren Verkehrsexperten Lars Kocherscheid-Dahm auf den Plan der diese Ampel bei einem späteren Ausbau zu einem Kreisel für überflüssig und unnötig hält. Er plädiert dafür, die Umgestaltung zum Kreisverkehr zu forcieren, und die Kosten für eine neue Ampel zu sparen. Daher stellte die SPD in der letzten Bezirksversammlung Wandsbek einen Antrag, der empfahl: Man möge, statt des für nächstes Jahr geplanten Komplett-Austauschs der Ampelanlange, den ohnehin vorgesehenen Umbau der Kreuzung vorziehen, um Kosten zu sparen. Dieser Antrag der SPD-Fraktion wurde mit großer Mehrheit in der Bezirksversammlung Wandsbek angenommen. Lars Kocherscheid-Dahm: „In unseren Augen macht es keinen Sinn die alte Ampelanlage auszutauschen und dann zwei oder drei Jahre später die der Kreuzung zu einem Kreisverkehr um zu bauen, die Vernunft gebietet es eindeutig den geplanten Umbau vorzuziehen.“ Auch Justin Grapentin, seit einigen Wochen neuer Vorsitzender der SPD Meiendorf sieht das so: „Der Umbau ist aus mehreren Gründen sinnvoll, denn einerseits kommt es auf der recht weitläufigen Kreuzung immer wieder zu gefährlichen Situationen, andererseits wäre ein neu angelegter Kreisverkehr an dieser Stelle auch städtebaulich ein echter Gewinn für Meiendorf.“ Mit ihrem Antrag forderte die SPD die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) auch auf, sich an den Kosten für den Umbau zu beteiligen. Lars Kocherscheid-Dahm sieht darin eine finanzielle Entlastung des Bezirks Wandsbek: „Den Ampelanbau müsste die Fachbehörde zahlen, den Umbau zum Kreisverkehr das Bezirksamt Wandsbek,unser Ziel ist es daher, die BWVI zu überzeugen, die Kosten in der Höhe zu übernehmen, die der Austausch der Ampel kostet. Das rechnet sich für Bezirksamt und Fachbehörde, denn der BWVI bleiben Folgekosten erspart, für das Bezirksamt reduzieren sich die Kosten für den Umbau. So hat nicht nur der Stadtteil etwas davon, sondern auch alle beteiligten Behörden können so sparen.“
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