Kriegerdenkmal als Murmeltier

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Das Hinweisschild des „AK Denk-Mal“ wurde nach Beschmierungen vom Bezirksamt entfernt Foto: tel

Ein Kommentar von Michael Hertel

Barmfeld Und täglich grüßt das ... Kriegerdenkmal – nicht das Murmeltier. Alle Unklarheiten beseitigt, hoffte man, nachdem die Bezirksversammlung Wandsbek beschlossen hatte, einen mit 4000 Euro dotierten Wettbewerb zur Kommentierung des Bramfelder Kriegerdenkmals aus der Nazi-Zeit unter Federführung des Regionalausschusses auszuschreiben (das Wochenblatt berichtete).Denkste! Im Ausschuss kam das (inzwischen leidige) Thema dank der Initiative um den Bramfelder Rentner Detlef Hartmann (68) erneut auf die Tagesordnung. Zu den bisherigen Aktivitäten der Hartmann-Gruppe („AK Denk-Mal“) gehörte unter anderem, das umstrittene Ensemble von 1935 mit kommentierendem Hinweisschild ausgestattet zu haben, allerdings ohne Genehmigung der zuständigen Behörde, wie der Ausschussvorsitzende Paustian-Döscher offiziell feststellte. Nun will Hartmann noch vor Beginn des Wettbewerbes erneut auf ähnliche Weise tätig werden. Diesmal allerdings hoffte er auf den Segen der Kommunalpolitiker. Welchen Sinn aber hätte ein Künstlerwettbewerb, wenn das betreffende Objekt schon im Vorfeld erhebliche Veränderungen erführe? Das zumindest haben die Kommunalpolitiker erkannt und Hartmanns Ansinnen zurückgewiesen. Dennoch bleibt der Eindruck, die „Denk-Mal“-Truppe tanze den Ausschussmitgliedern nach Belieben auf der Nase herum. Dagegen helfen nur klare Worte, die schnelle Einsetzung der Jury und ein faires Konzept für eine zügige Durchführung des Wettbewerbs.
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2 Kommentare
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René Senenko aus Langenhorn | 09.06.2016 | 14:53  
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René Senenko aus Langenhorn | 09.06.2016 | 14:53  
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