Kriminalität im Bezirk sinkt leicht

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Wird in Hamburg zum immer größeren Problem: Wohnungseinbrüche Foto: fotolia

Polizeistatistik 2014: Häufigste Delikte bleiben Einbrüche. Aufklärungsquote in diesen Fällen besonders gering

Bezirk Wandsbek Die Gesamtzahl der erfassten Delikte bleibt in Hamburg fast gleich, die Aufklärungsquote steigt, die Zahl der Einbrüche allerdings auch. Das ist die Kurzform der polizeilichen Kriminalstatistik, die Innensenator Michael Neumann vergangenen Donnerstag vorstellte. „Unser Anspruch muss es sein, die Kriminalität einzudämmen und gleichzeitig die Aufklärungsquote weiter zu steigern“, so der SPD-Politiker.
Im Bezirk Wandsbek sank die Zahl der Straftaten um 2,5 Prozent auf 34.687. Im Vergleich zu den anderen Bezirken steht Wandsbek damit beim Trend gut da, allerdings sank auch die Aufklärungsquote.
Die meisten Verbrechen erfasste die Polizei 2014, wie auch im Vorjahr, in Rahlstedt, Wandsbek und Bramfeld. Den größten Zuwachs gab es in Marienthal mit 11,9 Prozent, dahinter liegen Wandsbek (+7,7), Tonndorf (+4,9) und Bramfeld (+0,4). Sinkende Zahlen gab es in Farmsen-Berne (-0,5), Rahlstedt (-3,8), Jenfeld (-6,3), Steilshoop (-7,8) und vor allem Eilbek. Hier ging die Kriminalität um ein Drittel zurück. Ganz anders ist das Bild laut Statistik im Nachbarstadtteil Marienthal. Die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle stieg um 88 Prozent und die der Autodiebstähle um 55 Prozent. Es gab auch mehr Raube (+27,3 Prozent) und Körperverletzungen (+18,8 Prozent). Auch im Kerngebiet Wandsbek wurden mehr Raube angezeigt (+19,5 Prozent), in Tonndorf betrug der Zuwachs sogar 42,9 Prozent.
Jenfeld legte bei den Autodiebstählen zu (+80,0), ebenso Rahlstedt (+35,2). Beim Delikt Körperverletzung fallen Farmsen-Berne (+24,2 Prozent) und Steilshoop (+13,8 Prozent) besonders ins Auge. In Eilbek gab es einen Zuwachs bei den Diebstählen (+13,9), in Bramfeld beim Ladendiebstahl (+14,9).
Ein besonderes Problem für die Hamburger Polizei bleibt, trotz mehrerer Schwerpunkteinsätze, die steigende Zahl der Einbrüche. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten die Beamten in Eilbek (+88,4 Prozent), Marienthal (+27,7 Prozent) und in Jenfeld (+26,5 Prozent). In Rahlstedt gab es zwar insgesamt die meisten Wohnungseinbrüche, die Zahl sank dennoch um ein Fünftel. Besonders bitter für die Betroffenen ist die weiterhin sehr geringe Aufklärungsquote.
Innensenator Michael Neumann appellierte an die Hamburger, die Polizei beim Kampf gegen Einbrecher zu unterstützen: „Melden Sie Verdächtiges sofort der Polizei und wählen Sie im Zweifel lieber einmal mehr die 110!“ (rg)
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