Krisengespräch zur Post in Hamburg

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Ole Thorben Buschhüter, Wend Kaessens, Ute Dreger und Referatsleiter André Meyer-Sebastian (v.l.) im Klärungsgespräch Foto: rdm

Rahlstedter beklagen Mängel bei Briefzustellung. Netzagentur reagiert

Von Reinhard Meyer
Hamburg. „Was tun, wenn dringend erwartete Post ausbleibt? Es gibt einen Zuständigen. Für hartnäckige Kunden sogar einen Beschwerdebogen. Licht am Ende des Tunnels“, so die humorvolle Bilanz von Wend Kaessens. Der Rahlstedter hatte sich über mangelhafte Briefzustellung bei Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter beklagt. Der seinerseits lud zwei Vertreter der Bundesnetzagentur zu einem Klärungsgespräch ein. Auch Kaessens nahm daran teil.
Mehr als 20 Rahlstedter Bürger hatten sich an den Abgeordneten Buschhüter mit Beschwerden über unzuverlässige Postzustellungen gewandt. Seine Versuche bei der Deutschen Post AG zur Problemlösung blieben letztlich ergebnislos. Daraufhin intervenierte er beim Präsidenten der Bundesnetzagentur in Bonn. Dieser beauftragte Referatsleiter André Meyer-Sebastian und Mitarbeiterin Ute Dreger mit einer Informationserhebung vor Ort, um gegebenenfalls ein gesetzliches Prüfverfahren gegen die Deutsche Post einzuleiten. Nach Erläuterung der Aufgaben der Behörde durch Referatsleiter Meyer-Sebastian, wurden an Fallbeispielen starke Verzögerungen, Unregelmäßigkeiten bei Brief- und Zeitungszustellungen und folgenreiche Verspätungen bei Einladungen erklärt.

Beschwerdeliste vorgetragen

Wend Kaessens monierte in dem Klärungsgespräch berufliche Nachteile durch massive Verspätungen, Einwurf von Benachrichtigungszetteln für Pakete, obwohl Adressaten im Hause sind, ergebnislose Klärungsversuche bei der Deutschen Post und wachsenden Unmut in seiner Wohnstraße. Das Ergebnis des Gespräches nach Meyer-Sebastian: „Die Rahlstedter Beschwerden werden in der Behörde auf strukturelle Probleme hin untersucht und entsprechend gelöst. Von grundlegender Bedeutung für die Bundesnetzagentur bleiben Einzelbeschwerden. Betroffene Postkunden sollten sich mit ihren Beschwerden wegen sich fortsetzender Unzuverlässigkeit unter Tel.: 030/224 80 500 an die Bundesnetzagentur wenden. Sie geht ihnen nach.“ Dazu Ole Thorben Buschhüter: „Dass Vertreter der Bundesnetzagentur von Bonn nach Rahlstedt kommen, um über Probleme vor Ort zu sprechen und Beschwerdewege aufzuzeigen, ist bemerkenswert. Wir werden sehen, wie es weitergeht.“
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