Kritik an Velorouten in Wandsbek

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Optimierung von Bus und Bahn in Wandsbek läuft noch nicht rund Symbolfoto: thinkstock

Austausch zu ÖPNV und Fahrradverkehr muss verbessert werden, so die Kritik

Wandsbek Die SPD hatte das Thema ÖPNV unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ zur Aktuellen Stunde angemeldet. Seit drei Jahren laufe die Optimierung von Bus und Bahn in Wandsbek, resümierte Lars Kocherscheid-Dahm. Der SPD-Verkehrsexperte nannte unter anderem die voranschreitende Planung für die Schienenanbindung in Bramfeld und Steilshoop, die Fortschritte der S-Bahnlinie 4 und die geplante U-Bahnhaltestelle Oldenfelde. Aber auch das Busnetz sei verbessert worden, etwa durch die Walddörferstraße, so Kocherscheid-Dahm. Und schließlich würden 2018 alle U-Bahnstationen endlich barrierefrei sein. Parallel würden überall zusätzliche sichere Abstellplätze für Fahrräder geschaffen: Nicht nur in Berne, auch am Bahnhof Rahlstedt und an vielen Bushaltestellen.

Bessere Abstellmöglichkeiten

Die Opposition kritisierte, das sei kein Blick in die Zukunft, sondern zurück. Und die erkennbaren Erfolge könne sich allenfalls der Senat zuschreiben, nicht aber die rot-grüne Bezirkskoalition. Fast übergangslos schloss sich die von den Grünen angemeldete Diskussion zum Thema Radverkehr an. Fast die Hälfte aller Autofahrten in Hamburg bewege sich im Umkreis von unter fünf Kilometern, so Joachim Nack. Die noch kalten Motoren stießen dabei besonders viele Schadstoffe aus, so der grüne Abgeordnete. Hier gebe es ein großes Potenzial. Um den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern, brauche Wandsbek die entsprechende Infrastruktur einschließlich guter Abstellmöglichkeiten. Er plädierte für eine gute Anbindung der Radler an die Schnellbahnen.

Fahrradrowdys

Auch die CDU halte den Radverkehr für ein wichtiges Thema, sagte Heinz-Werner Seier. Was Rot-Grün mache, sei allerdings nicht pragmatisch, sondern reine Ideologie. Die CDU sei dagegen, Radfahrer dazu zu zwingen, auf der Straße zu fahren. Deshalb sollten bestehende Radwege saniert werden. Rainer Behrens von der Linken betonte, eigentlich seien sich doch alle einig, die Radinfrastruktur voranzubringen. Er sei allerdings enttäuscht von der Planung der Velorouten, auch die konkrete Finanzierung sei unklar. Sylvia Canel von der Liberalen Fraktionsgemeinschaft mahnte ein anderes Problem an: Es gebe viele schnellfahrende Fahrradrowdys. Sinnvoll sei ein Kennzeichen für Räder. (rg)
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