Kuchen für den Taugenichts

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Die Fee Claudia Regulata erfüllt zusammen mit Schulz, ihrem Pferd und besten Freund, die Wünsche aus aller Welt. Fast allerdings hätte sie Schulz verloren, weil sie das Glück kommerzialisieren lassen wollte. Foto: Grell

Premiere im Fundus Theater

Von Karen Grell

Eilbek. Am Wochenende ist das Fundus Theater mit der Premiere „Kuchen für den Taugenichts“ in die Vorweihnachtszeit gestartet. „Das Glück ist rund wie ein Kuchen, es muss nur gebacken werden“, meint Claudia
Regulata die Glücksfee, die mit ihrem Pferd „Schulz“ häufig backt. Da Feen bekanntlich für das kleine Glück auf Erden zuständig sind, kommen täglich Briefe aus der ganzen Welt mit der Bitte nach den richtigen Lottozahlen, einer Traumreise oder auch einem besten Freund. Gemeinsam mit Schulz bearbeitet die Glücksfee die Wünsche, egal, ob sie nun klein oder unverschämt sind. An einem Tag aber, als gerade wieder gebacken werden soll, und Claudia die Zutaten fehlen, erhält sie ein verlockendes Angebot aus der Tiefkühltruhe. Das Glück muss dafür allerdings kommerzialisiert werden.

Für Kinder zwischen vier und zehn Jahren

Worauf Claudia sich dann einlässt, das zeigt das Stück im Fundus Theater, das bis Anfang Dezember zu sehen ist. Für Kinder zwischen vier und zehn Jahren ein absolutes Erlebnis, das für die jüngeren unter den Zuschauern dennoch eine gewisse Herausforderung darstellt. Unterschiedliche Erzählebenen, die durch die Größe der dargestellten Figuren, mal auf der Bühne, mal auf der Höhe eines Puppentheaters inszeniert wurden, fordern die Kinder zum genauen Beobachten und Kombinieren heraus. Für die Kids im Grundschulalter jedoch eine Geschichte mit verständlichem Tiefgang. Die Suche nach dem Glück, gemessen in Freundschaft, verloren in der Welt des Konsums und der Süßigkeiten mit einem Happyend und der Wiedervereinigung mit dem besten Freund Schulz. Für die kleineren Theaterbesucher ab vier Jahren, die vielleicht nicht alle Glücksbotschaften verstehen konnten, dennoch ein Stück mit viel Witz. Sprechende und weinende Wasserhähne, ein Kühlschrank mit geheimnisvollem Inhalt und Postbote Hein, der selber auch mal einen Wunsch erfüllt haben möchte und seine Post immer mit einem Signal ankündigt, bringen viel Schwung in die Inszenierung. Tolle Kostüme und eine übersichtliche Kulisse mit vielen kleinen Besonderheiten, zeigen mal wieder, dass sich das Fundus Theater bei seinem Spielplan immer etwas ganz Ausgefallenes einfallen lässt. (kg)

Bis zum 2. Dezember im Fundus Theater, Hasselbrookstrasse 25, Tel.: 250 72 70
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