Kunst statt leere Schaufenster

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Uwe Schmidt vor einem der leer stehenden Geschäfte direkt an der Bramfelder Chaussee. Foto: Sobersko

Während der Stadtteilkonferenz wurde die Idee geboren

Bramfeld. Der Leerstand entlang der Bramfelder Chaussee beunruhigt seit einiger Zeit vor allem die alteingesessenen Gewerbetreibenden, trägt dieser Zustand doch nicht gerade zur Attraktivität der Straße bei. Es wird gefürchtet, dass die Eigentümer die Läden verfallen lassen, weil die steuerlichen Abschreibungen mehr bringen als eine Vermietung. Und außerdem müssten eine Vielzahl der leer stehenden Geschäfte renoviert werden. Diese Mühe will sich zurzeit anscheinend kein Hausbesitzer machen. Rufe nach den Politikern, die eingreifen sollen, werden laut. Sicherlich wäre mehr Engagement wünschenswert, aber dies ist auch nur bis zu einem gewissen Grad möglich, die Gesetzeslage läßt einen größeren Zugriff auf privaten Grund und Boden nicht zu. Einen Mittelweg versucht jetzt eine Kulturinitiative. Das Thema Leerstand auf der Bramfelder Chaussee hat seinen Weg in die Stadtteilkonferenz gefunden und dabei ist folgende Idee geboren worden: Das Wandsbeker Kulturforum unter ihrem Vorsitzenden Gerd Hardenberg und das Brakula mit Geschäftsführer Uwe Schmidt, wollen gemeinsam dafür sorgen, dass die leer stehenden Geschäfte vorübergehend von Künstlern belebt werden können. Dazu versuchen sie nun Kontakt zu Maklern und Eigentümern aufzunehmen um über diese Idee zu verhandeln. Dabei wird gleich zu Anfang klar: Das ist kein leichtes Unterfangen. Aber so wie es ist, kann es nicht bleiben, meint Uwe Schmidt, Geschäftsführer des Brakula. „Natürlich reicht es nicht, einfach nur ein paar Bilder ins Schaufenster zu stellen, da muss mehr passieren. Auch im Rahmen von „Nacht der Kunst“ oder dem „Offenen Atelier“. Es müsste doch auch für die Eigentümer von Interesse sein, wenn sich die Straße wieder mit Leben füllt.“ Die Flächen könnten als Atelier, für Theater oder Musikgruppen genutzt werden, vielleicht für einen Selbstkostenpreis, der Strom und Nebenkosten deckt, so die Vorstellung der Kulturinitiative. Die Vereinigung Bramfelder Gewerbetreibender BRAIN begrüßt diesen Schritt und alle gemeinsam hoffen sie auch auf Unterstützung seitens der Stadt. (ts)
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