Kunst und Wissenschaft

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Erstmalig gibt es in Hamburg ein Forschungsteam, das sich künstlerisch und wissenschaftlich mit Fragen zum Thema Versammlung und Teilhabe auseinandersetzen wird. Foto: kg

Auf neuen Wegen zur Teilhabe

Eilbek. Zum ersten Mal gibt es jetzt in Hamburg ein Graduiertenkolleg zum Thema „Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeit und performative Künste“. Drei beteiligte Institutionen, das Forschungstheater des Fundus Theaters, die Hafencity Universität und das Zentrum für Choreographie K3 werden verschiedene Formen von Versammlung und Teilhabe erproben. Wissenschaftler und Künstler befassen sich dabei gemeinsam mit politischen Bewegungsformen, künstlerischen Konzepten und der Kritik der Partizipation. Untersucht werden soll dabei die Frage, welche Rolle die Kunst im Zusammenhang mit den neuen urbanen Domokratisierungsbewegungen spielen kann. Das Graduiertenkolleg ist bundesweit das erste, das künstlerisch-wissenschaftlich getragen wird. Verschiedene öffentliche Veranstaltungen sollen auch Besuchern die Möglichkeit geben, Einblicke in die Arbeit dieser Kooperation zu erhalten. Acht Stipendiaten wurden für diese Aufgabe unter weit über einhundert Bewerbern ausgewählt und werden am Ende erstmalig für eine schriftliche Ausarbeitung plus einer Performance bewertet und ausgezeichnet werden. „Das hat es in dieser Form bisher nicht gegeben“, so Sibylle Peters vom Fundus-Theater. Die Ideen, mit dem sich die Mitarbeiter des Kollegs beschäftigen werden, sind dabei geprägt von den Fragen, wer eigentlich an Entscheidungsprozessen in der Gesellschaft teilhabe hat und welche Formen der Versammlungen möglich sind. Das Motto, das dahinter steckt ist die Beobachtung, dass mit den gesellschaftlichen Konflikten sich auch die Art der Proteste verändern. In der Performance werden dann die künstlerischen Formen der Partizipation gesucht und neu entdeckt. Neue Versammlungsräume sollen geschaffen werden, um aus den Theatern rauszugehen auf die Straße und zu untersuchen, wo Kunst auch produktiv in der Gesellschaft untergebracht werden kann. „Wir brauchen den Schritt von der Forschung rein in den Alltag und in die Gesellschaft“ erklärt Dr. Regula Valérie Burri von der Hafencity Universität. Zusammen forschen heißt das große Anliegen, das hier zu einem einzigartigen Experiment werden soll. Auf einem Online Tagebuch wird es Einträge geben, um die Arbeit der Stipendiaten zu verfolgen. Die aktuellen Veranstaltungen werden ebenfalls rechtzeitig im Hamburger Wochenblatt angekündigt. (kg)
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