Lärm im Jacobipark

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Hier fühlen sich die Vier- und Zweibeiner wohl. Der Hundeauslauf im Jacobipark wurde vor zwei Jahren liebevoll mit Hügel, Bäumen und Tunnel angelegt. Fotos: Lublow

Hundebesitzer wehren sich

Von Sylvana Lublow
Eilbek. Der Hundeauslauf im Jacobipark sorgt seit einigen Monaten für Unfrieden zwischen den Anwohnern und den Hundebesitzern, die den Auslauf regelmäßig nutzen. Es sei viel zu laut, die Hunde würden ständig bellen und die Besitzer nichts dagegen unternehmen – so lauten die Vorwürfe der Bewohner in der Friedenstraße, die direkt am Park angrenzt. Sogar der Regionalausschuss kümmert sich mittlerweile um das Thema.
Doch die Hundebesitzer wollen diese Vorwürfe, die direkt an sie gerichtet sind, nicht auf sich sitzen lassen. Vor Kurzem berichtete das Hamburger WochenBlatt über die Beschwerden wegen Lärmbelästigung der bellenden Hunde im Auslauf. Die etwa 15 Hundebesitzer, die den Auslauf täglich nutzen, haben sich nun zu Wort gemeldet. „Sicherlich bellt ab und an mal ein Hund, aber von Dauergekläffe kann wirklich nicht die Rede sein“, sagt Hundebesitzerin Antja Ebert: „Es wird, genauso wie auf einem Kinderspielplatz, auch mal laut. Aber immer nur kurz. Meistens dann, wenn außerhalb des Auslaufs ein Hund vorbei kommt.“ Da die meisten von ihnen tagsüber arbeiten würden, sei der Hundeauslauf meistens nur morgens und am frühen Abend voll. Und dann für ein bis zwei Stunden. „Der Hundepark ist eine tolle Möglichkeit, die Hunde auch mal ohne Leine laufen zu lassen. Hier spielen und toben sie mit anderen Hunden und fühlen sich wohl“, sagt Simone Bruhns: „Wir wussten auch nicht, dass es die Anwohner so sehr stört. Mit uns hat keiner von ihnen das Gespräch gesucht.“
Gemeinsam eine
Lösung finden
Seit zwei Jahren gibt es den Hundeauslauf im Jacobipark. Sogar ein Beton-Tunnel wurde zum Spielen für die Vierbeiner angelegt. Die Hundebesitzer achten auf Sauberkeit und entfernen die Hundehaufen. „Dafür gibt es hier extra eine Hakenschaufel und ich hänge immer Hundebeutel an die Box“, sagt Ingolf Stratmann, der die Beschwerden der Anwohner nicht nachvollziehen kann. „Wir rufen unsere Hunde sofort zurück, wenn sie bellen. Die verstehen sich untereinander sehr gut und streiten kaum“, sagt er. Die Anwohner jedoch verlangen eine Verlegung des Auslaufs, dorthin, wo keine Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe stehen. „Das ist finanziell doch gar nicht machbar“, ist sich Ingolf Stratmann sicher. „Wir werden jetzt noch mehr auf das Bellen achten. Wir hätten uns nur gewünscht, dass die Anwohner uns persönlich ansprechen. Denn wir sind gerne bereit, gemeinsam Lösungen zu finden“, sagt Antje Ebert.

(Anm. d. Redaktion: Während des circa einstündigen Interview-Termins im Hundeauslauf, bei dem etwa 15 Hunde zugegen waren, kam es höchstens zwei Mal vor, dass die Hunde für einige Sekunden bellten. Die meiste Zeit jedoch spielten und tobten sie friedlich und ruhig miteinander.)
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