„Lasst 100 Häuser grünen...“

Anzeige
Jürgen Brunk mit dem Energetischen Gutachten für seine Kirchengemeinde. Foto: rdm

Kirchengemeinde will Öko-Bilanz verbessern

Von Reinhard Meyer
Meiendorf-Oldenfelde. Bei den umfangreichen Tagesaktivitäten der Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde wird schnell übersehen, dass auch der Klimaschutz als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung als herausfordernde Aufgabe angenommen worden ist - eine Frage mit ökonomischer Bedeutung. So hat die Dämmung bei der Sanierung der Kinderinsel Kamminer Straße seit 2008 rund 30 Prozent Energieeinsparung bewirkt. Weniger Kosten bedeuten auch weniger CO2 Emissionen. Jürgen Brunk gehört zu den 40 von der Nordelbischen Kirche ausgebildeten Klimaschutzberatern. Er gehört dem Kirchengemeindevorstand an und leitet den Gebäude- und Geländeausschuss der Gemeinde. Von daher hat er auf die Teilnahme seiner Gemeinde am zur Handlung auffordernden Klimaschutzprojekt des Kirchenkreises Hamburg–Ost „Lasst 100 Häuser grünen…“ hingewirkt.
Ein Ingenieurbüro hat acht der zwölf Gebäude der Kirchengemeinde untersucht und ein 60-seitiges energetisches Gutachten erstellt, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Energieverbrauch, Kosten und damit auch Emissionen nachhaltig gesenkt werden können. Die Untersuchung ging von drei Kriterien aus: Gebäudehülle – Außenwände, Dach, Fenster. Ferner die technische Gebäudeausrüstung – welche Energieform genutzt wird. Schließlich: die Höhe des Energieverbrauchs. Die Bilanz: Der energetische Zustand der Gebäude ist relativ befriedigend. Dennoch ergeben sich für die Gemeinde eine Reihe von jetzt abgesicherten Hinweisen und Handlungsoptionen. So muss die Frage der Gebäudeinvestitionen sorgfältig geprüft werden, denn den denkbaren Investitionen von mehr als 400. 000 Euro über einen Zeitraum von 30 Jahren steht nur eine Einsparung von etwa 5000 Euro gegenüber. Weiter: Ein Konzept, das die Räume in Rogate häufiger nutzt, kann Kosten senken. Im Pastorat der Matthias-Claudius-Kirche besteht Handlungsbedarf: Außenwände und Dach müssen zur Energieeinsparung saniert werden. Die Kirchengemeinde verbraucht seit Jahresbeginn grünen Strom. Die Gebäude wurden bisher mit Heizgas oder Fernwärme - mit CO2 Emissionen - betrieben. Bei der Erneuerung der Anlagen hat die Gemeinde mit regenerativen Energien zukünftig weitere Handlungsoptionen. Dazu Jürgen Brunk: „Die Gutachten zeigen, welche Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten beitragen können. Die Gemeinde kann Prioritäten setzen und Fehlnvestitionen vermeiden. Auf diese Weise leistet sie einen Beitrag,nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige