„Lebe, Liebe, Lache“: Hamburgs Kirchen feiern

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Turmbesteigung: Die Christuskirche in Wandsbek lädt zu einem Blick auf den Stadtteil im Rahmen der Nacht der Kirchen ab 16 Uhr ein Foto: nik

Ob in Wandsbek, Eilbek, Rahlstedt oder Farmsen – Nacht der Kirchen lockt Besucher in die Gotteshäuser

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek/Eilbek/Rahlstedt/Farmsen
Renate Endrulat und ihr Team haben sich für das kommende Wochenende viel vorgenommen: Zur 13. „Nacht der Kirchen“haben sie für die Friedenskirche in Eilbek ein kunterbuntes Programm auf die Beine gestellt. Doch nicht nur in Eilbek gibt sich die Kirche vielfältig – auch in Farmsen, Rahlstedt und Wandsbek dreht sich am Sonnabend, 17. September, alles um das Motto „Lebe, Liebe, Lache“. „Ich habe Freude daran, die Veranstaltung für die Friedenskirche zu organisieren“, verrät Renate Endrulat, „weil wir mit der ,Nacht der Kirchen’ ganz viele Menschen erreichen, die der Kirche distanziert gegenüberstehen.“ Und in diesem Jahr hofft die Organisatorin auf mehr als 600 Besucher, die zwischen 18 und 24 Uhr in der Papenstraße 70 vorbei schauen. Gemeinsam mit mehr als 100 ehrenamtlichen Helfern wartet hier ein Programm mit viel Musik auf die Besucher. Zur Einstimmung auf das Kirchen-Kultur-Event hat Endrulat schon mal ein Video gedreht, das im Internet auf der Kirchenseite unter www.friedenskirche-osterkirche-eilbek.de zu sehen ist. Obwohl die „Nacht der Kirchen“ offiziell ab 19 Uhr beginnt, startet Eilbek bereits eine Stunde früher mit den „The Ileback Singers“ und emotionalen Gospelsongs und Spirituals. 30 Minuten später erklärt dann der Frankfurter Pastor Frank Muchlinsky von evangelisch.de anhand von Bibeltexten welche Ausdrucksformen die Liebe haben kann. Wenn Endrulat von „ihren Jungs“ spricht, ist das A-Capella-Männerensemble „Batenoba“ aus St. Georg gemeint. Ab 21 Uhr wollen die 15 „Jungs“ mit einem ungewöhnlichen Repertoire und ihren Stimmen unter der Leitung von Guido Stoffels das Publikum begeistern. Während es in Eilbek mit einem bunt-besinnlichen Programm noch bis Mitternacht weitergeht, klingt in der Dankeskirche der Markus-Kirchengemeinde Rahlstedt die „Nacht der Kirchen“ bereits um 21 Uhr mit Chillen auf dem Kirchplatz aus.

Programm aller 120 Kirchen


Dafür aber starten die Rahlstedter bereits um 17 Uhr, gleich zwei Stunden vor dem offiziellen Beginn. Susanne Wiese, Erste Vorsitzende des Fördervereins Dankeskirche und Leiterin des Organisationsteams, weiß warum: „Wir haben unser Programm auf Familien und ihre Kinder abgestimmt.“ Auch die an die Kirche angeschlossene Kita soll die Möglichkeit zum Teilnehmen haben. Daher startet das Rahlstedter Programm „LE-LI-LA“ um 17.15 Uhr gemeinsam mit Kindern, Mamas, Papas, Opas, Omas und Freunden. Auf dem Kirchenplatz an der Kielkoppelstraße 51 soll dann unter dem Motto „Leben in Farben“ ein großer Wandteppich gemalt werden. Unter dem Titel „Lache auch wenn’s gerade nichts zu lachen gibt!“ bringen Wiese und ihr Team dann von 18.30 bis 19.15 Uhr Sketche aus dem Gemeindeleben in die Rahlstedter Kirche. „Was den Sketchteil angeht, ist es schon spannend“, sagt die Organisatorin und fragt sich gleichzeitig, was denn wohl der Kirchenrat dazu sagen wird. Einige humorvolle Einlagen beruhen schließlich auf „wahren“ Begebenheiten. Insgesamt laden in Hamburg und Umgebung 120 offene Kirchentüren mit vielfältigem Programm zum Kommen ein. Darunter auch Veranstaltungen, die man nicht unbedingt mit einer Institution wie Kirche verbindet. In Farmsen beispielsweise veranstaltet die Freie evangelische Gemeinde am Berner Heerweg 60 ein Speed-Dating. Ab 19 Uhr geht’s mit stündlich wechselnden Themen los. Und wie es beim Speed-Dating nun einmal so ist, tauscht man sich zu zweit im schnellen Wechsel über das Leben und die Liebe aus. Dazu gibt’s bestimmt so manchen Grund zum Lachen. Wer einen Blick auf Wandsbek von oben werfen möchte, ist in der Christuskirche richtig. An der Wandsbeker Allee 81 kann man bereits ab 16 Uhr die Welt vom Kirchenturm aus betrachten, bevor die „Nacht der Kirchen“ mit einem Kinderkonzert um 18 Uhr hier weitergeht. Das Blockflöten-Ensemble der Christuskirche, das B‘Hagen-Consort, spielt um 19 Uhr dann Sätze aus Henry Purcells „The Fairy Queen“ mit Texten von Wolfgang Dralle. Mit „Liebe und Lache im Musiksaal“ um 21 Uhr und den „Sphärenklängen und Illuminationen“ ab 23 Uhr geht es dann musikalisch durch den Abend. „Es wird wohl bei uns etwas später werden“, entschuldigt sich Renate Endrulat schon vorab für die vielen bunten Programm-Acts, die mit Sicherheit länger als bis Mitternacht dauern werden und verspricht, „es wird dafür aber ganz toll werden.“

Weitere Infos: Nacht der Kirchen Hamburg
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