Leere Läden, viel Lärm

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Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (r.) nahm sich für Eilbek Zeit und informierte sich auf einem Rundgang durch den Stadtteil über die Situation vor Ort. Viele Ladenleerstände machen hier die Nahversorgung schwierig. Foto: kg

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff besuchte Eilbek

Von Karen Grell

Eilbek. Gemeinsam mit dem Verein Unternehmer ohne Grenzen und Uwe Becker, dem Vorsitzenden der Einkaufsmeile Eilbek besuchte Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff den Stadtteil, um sich vor Ort über die Lage im Viertel zu informieren. Der Rundgang sollte auf die lokale Wirtschaft und die Situation der inhabergeführten Betriebe entlang der Wandsbeker Chaussee aufmerksam machen sowie über die Arbeit des Projekts „Beratungsstelle Stärkung lokaler Wirtschaft“ informieren. Klagen der Unternehmer gibt es an der Wandsbeker Chaussee viele, und auch die Anwohner sind unzufrieden mit der bestehenden Situation. Ladenleerstände machen die Nahversorgung schwierig. Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff sprach bei seinem Rundgang mit den Eigentümern verschiedener Geschäfte, darunter mit Kai Peter Siemsen von der Eilbeker Apotheke und Peter Krack von dem gleichnamigen Juwelier, der seit Jahrzehnten seinem Standort an der Chaussee treu geblieben ist. Da er auch direkt an der sechsspurigen Straße wohnt, kann Peter Krack von dem Lärm in der Nacht berichten, der durch die überhöhte Geschwindigkeit entstehe. „Wenn hier kontrolliert werden würde, dann müssten Geschwindigkeiten von mindestens 120 Stundenkilometer gemessen werden“.

Fehlende Barrierefreiheit

Ein weiterer wichtiger Punkt, der von den Eilbekern bemängelt wird, ist die fehlende Barriere Freiheit an den U-Bahnstationen. Rolltreppen, die für die Zukunft geplant sind, würden da nicht ausreichen. Kein Thema für den Bezirksamtsleiter, der diesen Punkt an die Hochbahn weiterleiten will.
Ein Zentrum, das Eilbek sich seit Jahren herbeisehnt, bedarf ausführlicher Planung und einer Standortbestimmung. Als Geschäftstreibende fühlten sich die Eilbeker oft wie „zwischen den großen Mühlsteinen der Einkaufszentren“.
Wo an anderen Orten Feste gefeiert werden könnten, hätte die Wandsbeker Chausee keine Chance, für ein Straßenfest polizeilich gesperrt zu werden. Die Unternehmer sind sauer und hoffen auf eine Verbesserung ihrer Lage durch das Mitwirken der Politik. „Auch wir sehnen uns nach dem Marmor des Wandsbeker Markt“, betont Kai Peter Siemsen. Für Eilbek sei dagegen nicht einmal Geld für die Bearbeitung der schiefen Gehwegplatten übrig.


Heldenagentur

Ganz neu im Stadtteil ist die Heldenagentur, die von Schülern aus der Richardstraße gegründet wurde und die noch ein Lokal für ihr Vorhaben sucht. Keine schwere Aufgabe, weil doch so viele Läden leer stehen? Die spontane Präsentation der jungen Helden aus Eilbek, die direkt vor einem Hauseingang ihr Programm vorstellten, hat Thomas Ritzenhoff sichtlich begeistert. Hier gab es großen Applaus und alle anderen Anliegen, die stehen nun zumindest vorerst auf dem dicken Notizblock und die Eilbeker hoffen auf schnellstmögliche Bearbeitung. (kg)
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