Leserreporter berichten: „Wir sind abgeschnitten“

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Der Eingang zum Sportpark Hinschenfelde bleibt verschlossen Foto: wb

Was eine Bürgerreporterin vom versperrten Eingang am Sportpark hält

Wandsbek Es ist ja schon mal gut, dass die Problematik dieser Sperrung aufgegriffen wurde. Anwohner, Schüler, Kita-Kinder und deren Eltern wundern sich nicht nur, sondern sind auch ausgesprochen verärgert. Ein relativ neu formierter Vorstand des TSV Wandsetal mit einem neuen Pächter des Clubheimes haben mal eben kurzerhand rücksichtslos die über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur eines Bezirkes nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“(?) gekappt.
Wir Anwohner auf der Seite der Waldddörfer Straße wurden „abgeschnitten“ von den direkten Zuwegen durch den Park zum Edeka-Markt, Bäcker, Apotheke, Bushaltestelle etc. in der Ahrensburger Straße. Die Kita- und Schulkinder aus Richtung Ahrensburger Straße müssen nun einen nicht nur längeren, sondern auch ungeschützteren Weg in Kauf nehmen, „pünktlich“ zur kommenden dunklen und kalten Jahreszeit.
Die dadurch notwendig gewordenen Gespräche mit der Schule hier als Absprache zu bezeichnen, ist einigermaßen vermessen. Dummheiten von Jugendlichen sind natürlich ärgerlich, sie als Vandalismus zu bezeichnen scheint überzogen. Mehrmals täglich haben wir den Duchgang genutzt und dort lediglich den Müll und leere Bierflaschen nach den Fußballspielen registriert. Die unsoziale Maßnahme des TSV Wandsetal, der sinnigerweise mit der Bezeichnung „Verein mit Herz“ für sich wirbt, gibt durchaus Raum zu Spekulationen über die wahren Gründe der Sperrung. Einfach nur Machtgehabe des Vorstandes oder aber eine Verbindung zu den zeitgleich geplanten Interessen des neuen Pächters, hier einen erweiterten Restaurantbetrieb aufzuziehen? Warum sonst sind die Öffnungszeiten des Tores identisch mit denen des Clubheimes und nicht mit den Kita- und Schulzeiten? In jedem Fall scheint mir das Ganze eine den Verein selbstzerstörende Form der Mitgliederwerbung zu sein.
Elfie Wacker, Wandsbek
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