Lift wird im August repariert

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Ohne tatkräftige Hilfe ist es für Senioren am Bahnhof Rahlstedt zurzeit schwierigFotos: Bätz

Aufzug am Bahnhof Rahlstedt seit drei Monaten defekt. Fahrgäste sind sauer

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Seit Jahren reißen Beschwerden der Fahrgäste über den Fahrstuhl im Bahnhof Rahlstedt nicht ab. Immer wieder führen Vandalismus oder auch eine komplizierte Türsteuerung zum Stillstand des Aufzuges. „Seit Mitte April funktioniert er wieder nicht“, klagen Ursula Noythal (78) und Wolfgang Hendel (76) gegenüber dem WochenBlatt. „Das kann doch kein Dauerzustand sein!“ Anrufe bei der Bahn hätten nicht gefruchtet. „Einzig die Zettel an der Aufzugtür mit immer neuen Reparaturterminen werden erneuert“, sagt
Wolfgang Hendel.

Lieferschwierigkeiten für die Ersatzteile

Erst auf Nachfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter teilte die Deutschen Bahn AG mit, dass sich die Reparatur wegen Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung verzögere. Buschhüter erklärte zur Misere: „Wenn der Aufzug nun Anfang August tatsächlich wieder in Betrieb gehen sollte, werden fast vier Monate ins Land gegangen sein. Das ist nicht akzeptabel. Ich verstehe nicht, warum die dringende Reparatur so lange auf sich warten lässt. Das ist ein Armutszeugnis vor allem für den Ersatzteillieferanten. Die barrierefreie Erreichbarkeit von Bahnhöfen muss auch dort Priorität haben.“
Buschhüter erfuhr darüber hinaus, dass aus dem geplanten Neubau des Aufzuges nichts wird. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, besteht für die Aufzuganlage keine vollständige Förderfähigkeit des Bundes, ein kompletter Austausch sei daher nicht vorgesehen.


Neuer Fahrstuhl
kommt nicht

Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete fürchtet nun, dass die für August angekündigte Reparatur nicht von Dauer sein wird: „Die grundsätzlichen technischen Probleme dieser Anlage werden damit wohl nicht behoben sein. Weitere technische Störungen und Ausfälle sind damit vorprogrammiert. Zwar verspricht die Bahn, sie werde auftretende Störungen schnellstmöglich beseitigen, wie lange ,schnellstmöglich‘ im Einzelfall aber sein kann, erleben wir gerade.“ Was die Vorbeugung von Vandalismusschäden angeht, so hat Buschhüter einen Tipp gegenüber der Bahn parat. Er regte eine Videoüberwachung an, „weil diese eine abschreckende Wirkung entfalten kann!“ Im Übrigen setzt der Abgeordnete darauf, dass Bahnkunden sich wegen dem Aufzug beschweren, „denn Kundenbeschwerden zeigen oftmals einen schnellen Erfolg.“ Möglich ist dies unter Tel. 0180 6 99 66 33 (20 ct/Anruf aus Festnetz) oder per Mail unter www.bahn.de
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