Lob für den Flüchtlings-Einsatz

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Horst Emmel (v. l.), stellvertretender Awo-Landeschef, Ministerin Aydan Özoguz und Axel Sellmer, stellvertretender Vorsitzender des Awo-Landesarbeitskreises Flüchtlinge im Gespräch Foto: Maria Feck

Staatsministerin Aydan Özoguz bei der Awo-Erstunterkunft in Meiendorf

Meiendorf Wie kann Willkommenskultur und Integration geflüchteter Menschen in der Nachbarschaft konkret gelingen? Über diese Frage diskutierten Fachleute aus der ehren- und hauptamtlichen Flüchtlingshilfe in der Awo-Erstunterkunft Hellmesbergerweg in Meiendorf. Zu Gast war Aydan Özoguz (SPD), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, die sich hier über die ganz praktische Flüchtlingsarbeit vor Ort informierte. In der Awo-Erstunterkunft wohnen fast 600 Flüchtlinge, zumeist Familien aus Afghanistan, dem Irak und Iran. Wie leben diese Menschen dort, wie gestaltet sich die Integration in den Stadtteil Meiendorf und welche Unterstützung brauchen die Flüchtlinge auf dem Weg in die Zivilgesellschaft? Darüber diskutierte Özoğuz mit rund 30 Fachleuten aus der Praxis. „Ich bin begeistert von dem vielfältigen und kompetenten Engagement in dieser Einrichtung, die vorbildlich geführt ist“, sagte Özoğuz. „Viele Menschen wissen aus eigener Erfahrung, was Hilfe bedeutet, viele kennen die Geschichten der Geflüchteten und wollen jetzt wissen, wie es für sie, aber auch für unsere Gesellschaft weitergeht“, so die Staatsministerin: „Die Integration der Menschen, die bei uns bleiben werden, wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein.“ Während des Austausches mit Özoğuz zeigte sich, dass Bewohner einer Erstunterkunft nur erfolgreich integriert werden können, wenn Haupt- und Ehrenamt eng zusammenarbeiten. Dafür hat die Awo eine eigene Koordinatorin, die die verschiedenen Akteure im Stadtteil zusammenbringt und aus Mitteln der Bundesbeauftragten finanziert wird. „Nur gemeinsam kann es gelingen, die Geflüchteten in den Stadtteil und in die Gesellschaft zu integrieren“, sagte die zuständige Koordinatorin Hilke Bleeken. Dafür setzen sich nicht nur die etwa 20 Mitarbeitenden der Unterkunft ein, indem sie bei Arzt- und Behördengängen unterstützen. Sondern auch Ehrenamtliche der Initiative „Meiendorf hilft“, die von Alphabetisierungs- und Sprachkursen bis hin zu Ausflügen für geflüchtete Familien die Integration maßgeblich unterstützen. „Die Awo möchte, dass sich Menschen mit eigener Flucht-erfahrung für Neuankömmlinge engagieren“, betonte Jenny Fabig, Bereichsleiterin Awo-Engagementförderung, „denn Heimat zu verlieren ist ein gravierender Einschnitt. Gerade Menschen mit ähnlicher Erfahrung können sich gut in die Lage der Geflüchteten hineinversetzen.“ (wb)
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