Lob für den TV-„Notruf“

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Das Team von „Notruf Hafenkante“ bekam Besuch von Polizeipräsident Ralf Martin Meyer (2.v.r.) Foto: rg

Polizeipräsident Meyer verriet Studio Hamburg seine Fernsehgewohnheiten

Tonndorf Es gibt einen Empfangstresen, Aktenschränke, Schreibtische mit PCs und eine große Hamburg-Karte. Monitore zeigen echte Bilder des Verkehrs in der Stadt. Doch durch die Scheiben des „Polizeikommissariats 21“ scheint nicht die Sonne – es sind Scheinwerfer. Die Wache ist die realistische Kulisse für die ZDF-Vorabendserie „Notruf Hafenkante“. Für die Fernsehpolizisten ist es ein besonderer Tag: Der Hamburger Polizeipräsident ist zu Besuch auf dem Studio-Hamburg-Gelände in Tonndorf. „Wir freuen uns, hier zu sein“, sagt Ralf Martin Meyer. Er und seine Kollegen der Pressestelle haben als Geschenk ein Poster der aktuellen Anti-Einbruchskampagne mitgebracht. Vielleicht ist es schon bald Teil der Kulisse. Ein gutes Dutzend Fotografen lichtet die Übergabe an die Hafenkante-Crew ab, souverän posiert der Polizeipräsident mit den Schauspielern im Blitzlichtgewitter. „Ich bin froh, dass ich das nicht öfter machen muss“, bekennt Meyer. Schauspielerei sei nichts für ihn. Er selbst schaue eher wenig fern. „Die Tatort- und Wallander-Krimis am Sonntagabend sind aber Pflicht“, sagt Meyer, der seit 1989 im Alstertal lebt. Krimiserien sehe er immer, wenn er mal Zeit habe: „Und dann sage ich meiner Frau schon mal, was dahergeholt ist.“ Nach 37 Dienstjahren bei der Hamburger Polizei weiß er, wie der Alltag aussieht. „Ich habe in der Zeit 30 Berufe gehabt. Peterwagen, Mobiles Einsatzkommando, Kripo, Raubdezernat. Die Vielfalt ist toll“, sagt Meyer. Mitte der 1980-er Jahre arbeitete er an der Davidwache und habe in der Zeit auch häufig im Hafenkrankenhaus zu tun gehabt. „Ich kann der ZDF-Serie deshalb viel abgewinnen. Notruf Hafenkante ist ein modernes Format und sehr nah an der Realität“, lobt der Profi die Fernsehkollegen.
Das sieht auch Michael Lehmann, Produktionschef von Studio Hamburg so. „Wir zeigen hier die Arbeit der Polizisten als Helden des Alltags, aber auch mit allen menschlichen Schwächen“, erklärt er das Konzept. Seit zehn Jahren läuft Notruf Hafenkante bereits erfolgreich im ZDF. „Auch mein persönliches Verhältnis zur Polizei hat sich in dieser Zeit positiv verändert“, sagt Lehmann. Es werden oft echte Fälle aus dem Alltag verarbeitet. Und dabei gab es in rund 300 Folgen keinen einzigen Mord. Aus Prinzip. (rg)
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