Mahnmale auf dem Jungfernstieg

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Bernd Stöcker vor der Großskulptur „Im Munitionsstollen“ Foto: rdm

Rahlstedter Künstler Bernd Stöcker führt durch die Skulpturenschau

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt/Hamburg. Bernd Stöckers wuchtige Statue des leidenden Christus vom Rahlstedter Friedhof ist jetzt in der Silberlindenallee des Jungfernstiegs aufgestellt worden.
Sie ist eine der neun Großskulpturen, die derzeit in der Ausstellung „Figur als Widerstand“ auf dem Jungfernstieg zu sehen sind. Die Skulpturenschau erinnert mit Werken der berühmten Bildhauer Alfred Hrdlicka, Werner Stötzer und eben mit dem Rahlstedter Bernd Stöcker an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Hamburger Senat hat das Jahr 2013 zum Gedenkjahr ausgerufen. Mit Veranstaltungen soll an die Machtergreifung Hitlers 1933, die Reichsprogromnacht 1938 und die Bombenangriffe 1943 auf Hamburg erinnert werden. Der Vorsitzende des Vereins „Lebendiger Jungfernstieg e. V.“, Gerhard Fuchs, und seine Vorstandskollegen beschlossen die Ausstellung von Großskulpturen und beauftragten Bernd Stöcker mit der Planung und Organisation.
Bernd Stöcker hat in Rahlstedt Kindheit und Jugend verbracht und in Hamburg sein Kunststudium begonnen, bis ihn Alfred Hrdlicka nach Stuttgart holte. Er ist Rahlstedt und Hamburg künstlerisch verbunden geblieben. Fünf seiner Plastiken stehen in Rahlstedt, weitere in Wandsbek, wie die „Zeitungslesende am Strand“ auf dem Marktplatz. Bernd Stöcker möchte sich jetzt bei den Rahl-
stedtern für die große Spendenbereitschaft zur „Wiedergeburt“ seiner Eva-Skulptur mit einer Führung. 30.000 Euro ließen sich die Bürger die zweite Rahlstedter Eva kosten.
Das Frauenbildnis aus Bronze war 2010 gestohlen, ein Ersatz 2012 an neuem Standort an der Schweriner Straße wieder aufgestellt worden. Das Geld floss nicht aus der Stadtkasse, die Bürger griffen dafür in ihre Taschen.
Der Kulturverein sammelte 30.000 Euro für die Eva. Der Künstler arbeitete ohne Honorar für die Ersatz-Eva.
Der Vorstand des Vereins „Lebendiger Jungfernstieg“ lädt zu einer von Bernd Stöcker geleiteten Führung durch die Ausstellung „Figur als Widerstand“ ein.
Sonnabend 22. Juni, 17 Uhr, Treffpunkt: Brücke Jungfernstieg. Anmeldungen bei Gerhard Fuchs Tel.: 411 867 62
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