Marktpreise im Mühlenquartier

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Eine Ansicht der neuen Hinterhöfe, die im Mühlenquartier entstehen Visualisierungen: Becken Gruppe

Ritzenhoff: Kein Hebel für Sozialwohnungsbau. Bezirksversammlung für mehr Leihradstationen

Von Rainer Glitz
Hamburg-Wandsbek „Was wird unternommen, damit das Brauhausviertel kein reines Luxusquartier wird?“, wollte Rainer Behrens von der Linken von der Verwaltung wissen. Denn ihm seien nach dem Baubeginn im Mühlenquartier doch einige Bedenken gekommen. Der Investor habe das Projekt privat finanziert. Deshalb, so Behrens, sei auch kein sozialer Wohnungsbau geplant. „Wir hätten uns auch 30 Prozent geförderten Wohnraum gewünscht“, entgegnete Rainer Schünemann von der SPD. „Wir haben keinen Hebel für den Bau von Sozialwohnungen im Mühlenquartier“, ergänzte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Wichtig sei gewesen, endlich einen Investor zu finden und zu beginnen. Zustimmung dazu kam von Oliver Schweim von den Grünen.
Die Förderung des Radverkehrs stand dann gleich zwei Mal auf der Tagesordnung. Zunächst stimmten die Abgeordneten einstimmig dafür, die Planung der Veloroute 7 von der Innenstadt über Wandsbek-Markt bis nach Rahlstedt wieder aufzunehmen. Die Schnellverbindung für Radler könne den Verkehr im Bezirk entlasten, waren sich die Fraktionen einig. Es müssten aber auch Querverbindungen zwischen den Velorouten geschaffen werden, forderten einige Redner. Zudem müssten sämtliche Radwege saniert werden.

Neue Stationen für Leihräder

In Wandsbek soll außerdem das Stationsnetz der roten Leihfahrräder von StadtRAD ausgebaut werden. 130 Standorte gibt es in ganz Hamburg, nur sieben davon in Wandsbek. Im kommenden Jahr sollen 40 neue Verleihstationen dazu kommen. Eine möge doch am U-Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt gebaut werden, zwei weitere an der Helmut-Schmidt-Universität und am Friedrich-Ebert-Damm, so der Wunsch der Bezirksversammlung.
Einig waren sich die Bezirkspolitiker auch in Sachen Stadtteilbeiräte. Deren Arbeit wurde einhellig gelobt. Die Akzeptanz in den Quartieren sei groß, Ferienprogramme oder Stadtteilfeste würden sehr gut angenommen. Die Arbeit der beiden Stadtteilbeiräte in Steilshoop, dem im Birckholtzweg in Farmsen-Berne und dem in Hohenhorst soll langfristig abgesichert werden. Dafür stellt der Bezirk Geld aus dem Quartiersfonds zur Verfügung, wenn die jeweilige RISE-Förderung ausläuft. So werde lediglich Mängelverwaltung betrieben, kritisierte die CDU. Der Quartiersfonds sei ein Lückenbüßer, hieß es von der Linken. Beide Fraktionen stimmten dennoch zu.
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