Masterplan: Wo Olympia 2024 in Hamburg stattfinden soll

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DOSB-Präsident Alfons Hermann, Bürgermeister Olaf Scholz, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Dr. Nikolas Hill (Olympia-Bewerbungsgesellschaft) (Foto: Malte Betz)

Bogenschießen im Stadtpark, Badminton in der Messe: Bewerbergesellschaft tagte am Dienstag erstmals in Hamburg, im Beisein von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

In Hamburg werden die Bemühungen, 2024 die Olympischen Sommerspiele auszurichten, konkreter. Die neue Bewerbungsgesellschaft (51 % Deutscher Olympischer Sportbund, DOSB, 26 % Stadt Hamburg, 18 % Bundesrepublik Deutschland, je 2 % Schleswig-Holstein und Kiel, 1 % Handelskammer) tagte am Dienstag erstmals. Mit dabei: Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Vorgestellt wurde der „Masterplan für Olympische Spiele und nachhaltige Stadt – Hamburg 2024“. Demnach sollen 22 bestehende Sportstätten genutzt, fünf neu gebaut werden, darunter Olympiastadion, -halle und Schwimmstadion auf dem Kleinen Grasbrook. Dorthin käme auch das olympische Dorf. Neun Stätten sind als temporäre Zusatzbauten geplant. Unter anderem könnte Bogenschießen auf der Stadtparkwiese stattfinden.
In der Messe könnten die Handballwettbewerbe angepfiffen werden, außerdem sind dort Badminton, Ringen, Tischtennis, Judo, Teakwondo, Boxen und Rhythmische Sportgymnastik und die Basketball-Vorrundenspiele denkbar. Im CCH sind bei Olympia 2024 in Hamburg die Gewichtheber aktiv, in der Sporthalle Hamburg wird vielleicht 2024 olympisch gefochten. In der O2-Arena soll Volleyball gespielt werden. Im Volksparkstadion wäre die Möglichkeit für Rugby und Fußball. Im Millerntorstadion könnte Hockey über die Bühne gehen, das Rotherbaum-Tenniszentrum wäre für Olympioniken bereit. Die Radrennbahn Stellingen böte Platz für BMW-Wettbewerbe und Bahnradrennen. Klein Flottbek wäre bewährtes Areal für Dressur und Springreiter, die Schwimmhalle in Wilhelmsburg kann Austragungsort der Wasserballspiele sein. Die Ruderer träfen sich auf der Dove-Elbe. Schießen wäre gegeben auf dem Schießstand Garlstorf, ebenfalls im Umland könnte Luhmühlen die Kompetenz in der Austragung von Vielseitigkeitsturnieren der Reiter unter Beweis stellen.
Für einige Sportarten stehen noch keine Standorte fest: Canoe Slalom, Mountain Bike, Beachvolleyball, Golf und die Fußballspiele der Vorrunde.

Am 29. November sollen die Hamburger über die Bewerbung abstimmen. Eine Umfrage im März hatte 64 Prozent Zustimmung gezeigt. Bis dahin will die Olympia-Initiative „Feuer und Flamme für Hamburg“ unter dem Motto „Hamburg 2024 – das gibt’s nur einmal“ für das Großprojekt werben. Mehr als 50 Unternehmen, darunter die B&L-Gruppe, ECE, Edeka, die Hamburger Sparkasse und Quantum Immobilien unterstützen die Initiative. Olympiabotschafter
Alexander Otto: „Wir möchten die Wähler durch emotionsgeladene Aktionen und sachlichen Dialog mobilisieren.“ Mit Blick auf die NOlympia-Bewegung ergänzte er: „Es gilt Kritik aufzunehmen, Skepsis zu zerstreuen und Impulse für den Bewerbungsprozess zu setzen.“
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