Mehr als gut und günstig

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Kevin Bleuel, Melina Schmidtke, Jan Eggert, Damien Terkamp, Ariyo Naemimipour und Matthias Kurth (v.l.) arbeiten im Rahmen ihrer Ausbildung im Sozialkaufhaus. Die Räume haben sie selbst renoviert Foto: Grell / wb

Hamburgs erstes IT-Sozialkaufhaus hat in Wandsbek eröffnet

Von Karen Grell
Hamburg
Im neuen IT-Sozialkaufhaus in Wandsbek gibt es ab sofort viel Technik für wenig Geld. Menschen mit geringem Einkommen können in der Awo-Einrichtung Computer, Monitore und Tastaturen kaufen. Ziel ist es, damit auch bedürftigen Menschen den Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Hier sparen Kunden Geld, schonen die Umwelt und unterstützen Jugendliche, die eine Ausbildung über das Jugendbildungswerk absolvieren. „Geringverdiener und Menschen mit wenig Geld können bei Vorlage einer Einkommensbescheinigung bei uns Computer und Zubehör kaufen“, erklärt Projektleiterin Roxen Star das Konzept, das hinter der Einrichtung steckt. Zuvor seien allerdings alle technischen Geräte, die ausschließlich aus Spenden stammen, von den IT-Auszubildenden gecheckt, repariert oder einfach nur ein wenig aufbereitet worden. „Im Kaufhaus sammeln die Jugendlichen im Rahmen ihrer Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder zum IT-Systemkaufmann ihre ersten Arbeitserfahrungen und lernen kaufmännische Abläufe und den Umgang mit Kunden kennen“, so Britta Hinz, Geschäftsführerin der Awo. Das Ausbildungskonzept soll den Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. „Besonders stolz sind wir darauf, hier im Kaufhaus alles selber renoviert zu haben“, sagt Jan Eggert. „Als wir den Laden hier das erste Mal gesehen haben, war es eine Bruchbude“, erinnern sich alle sechs Auszubildenden an ihren Start in den Räumen. „Das IT-Sozialkaufhaus ist deshalb einzigartig in dieser Form in Hamburg“, betont Roxen Star. Es bringt das Engagement für sozial benachteiligte Jugendliche mit Menschen zusammen, die sich ohne diese Arbeit keinen Computer leisten könnten, und Elektroschrott wird zudem auch noch recycelt. Sie wollen mehr als nur gut und günstig sein. „Für die Zukunft planen wir Upcycling-Kurse und wollen eigene kleine Kunstwerke mit ausrangierten Computern erstellen“, schwärmt der Auszubildende Kevin Bleuel. Eines hängt bereits direkt über dem Verkaufstresen: Aus alten Computerfestplatten haben sie eine große Weltkarte gebaut. „Die Jugendlichen sind einfach mit sehr viel Herzblut dabei“, so Roxen Star, die vom Gelingen des Projektes absolut überzeugt ist. (wb)

IT-Sozialkaufhaus des Jugend- und Bildungswerks der Awo, Auf dem Königslande 33,Öffnungszeiten: montags bis donnerstags, jeweils 9 bis 12 Uhr und 12.30 bis 16 Uhr, Telefon 689 138 01, Mail: info@it-sozialkaufhaus.de
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