„Mehr Elan“ gefordert

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Das Unkraut auf dem Fahrradweg an der Fabriciusstraße wächst nicht erst seit gestern Foto: Schott

ADFC: Radwege-Situation in Wandsbek weiter „katastrophal“

Von Michael Hertel
Bramfeld
Hamburgs Radwege fallen beim ADFC schlicht durch. Besonders die alten Fahrradspuren sind zum Teil in einem maroden Zustand. Wochenblatt-Leser Arnold Schott hat Fotos von zwei besonders schlechten Beispielen gemacht. Dem Wochenblatt zeigt der pensionierte Polizeibeamte (68) nun die verwahrlosten Streifen.
Es sind teils von Unkraut überwucherte, teils völlig zugeparkte Radwege an der Fabriciusstraße aus Richtung Steilshoop. Zuständig für die Unterhaltung der Fahrradwege sind die Bezirke. „Für den gezeigten Radweg in der Fabriciusstraße besteht keine Radwegebenutzungspflicht. Radwege mit Benutzungspflicht werden unterhalten“, heißt es aus der Wandsbeker Bezirksverwaltung, um auf Nachfrage anzufügen, auch die anderen Radwege würden unterhalten, „unter Berücksichtigung der gesetzten Prioritäten, beispielsweise vorrangige Beseitigung von Gefahrenstellen“. Pressesprecher Dirk Lau vom Fahrrad-Verband ADFC hält den Zustand der Hamburger Radwege „nach wie vor für katastrophal“. Allerdings sind Radwege nach Auffassung des ADFC nicht das Allheilmittel für einen besseren Zweiradverkehr. „Wichtiger ist, dass die Routen sicher sind, denn Radler fahren auf der Straße statistisch gesehen zwölfmal sicherer als auf eigenen Radwegen“, meint der Wandsbeker ADFC-Vertreter Ulf Dietze. Der Bezirk Wandsbek kündigt für den Herbst dieses Jahres ein eigenes Konzept mit Bezirksvelorouten an. Bis die dann umgesetzt sind, wird man noch auf Jahre mit Radelstrecken à la Fabriciusstraße leben müssen, vermuten viele Radler. ADFC-Mann Dietze jedenfalls wünscht sich von der Bezirkspolitik „mehr Elan“ in Sachen Fahrradförderung.
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2 Kommentare
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 16.08.2015 | 10:18  
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Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 27.08.2015 | 00:24  
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