Mehr Fahrgäste durch zweiten Zugang

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Britta Waehrer (37) und Maike Groth (42): „Super der Zugang – wir hätten sonst keine Chance, zur U-Bahn zu kommen“ Foto: Hertel

An der U-Bahnhaltestelle Berne erschließt die Hochbahn jetzt 20 Prozent mehr Einwohner

Von Michael Hertel
Berne
Vor knapp sechs Monaten wurde der zweite – nunmehr auch barrierefreie – Zugang zum U-Bahnhof Berne eröffnet. Damit erschließt die ohnehin schon viel benutzte Station noch mehr potenzielle Fahrgäste. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Bei einer (nicht repräsentativen) Umfrage des Wochenblatts unter Fahrgästen gab es viel Lob zu hören. Derweil laufen die Planungen für die neue – benachbarte – Haltestelle Oldenfelde weiter. Diese sollte, so der Berner SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht, von Anfang an mit zwei Zugängen ausgestattet werden.

Genaue Zählung geplant


Mehr als 17.000 Fahrgäste benutzen den U-Bahnhof Berne durchschnittlich pro Tag. Wieviel Fahrgäste seit dem Umbau – mit zweitem Zugang direkt an der Bushaltestelle der Linie 275 (Kriegkamp) Aufzug und saniertem Park & Ride-Platz – dazugekommen sind, steht noch nicht fest. Eine genaue Zählung will die Hamburger Hochbahn (HHA) erst nach einem Betriebsjahr durchführen. Immerhin, so die stellvertretende HHA-Pressesprecherin Christina Becker, ist schon so viel sicher: „Durch den zweiten Zugang erschließt die U-Bahnhaltestelle Berne etwa 20 Prozent mehr Einwohner als bisher, und wir haben auch schon sehr positive Reaktionen von Fahrgästen erhalten.“
Allerdings verfügen noch längst nicht alle U-Bahnhaltestellen im Bezirk über Zugänge an beiden Bahnsteigenden, so die Stationen Buckhorn, Buchenkamp, Volksdorf, Trabrennbahn und Wandsbek Gartenstadt. Dazu der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht, der sich stark für den Umbau in Berne eingesetzt hatte: „In der Regierungserklärung von 2011 hatte Olaf Scholz angekündigt, dass bis zum Ende des Jahrzehnts alle U-Bahnhöfe barrierefrei zugänglich sind. Wir sollten zunächst das entsprechende Programm abarbeiten, bevor wir uns mit neuen Projekten befassen. In Berne passten allerdings beide Wünsche – Barrierefreiheit und zweiter Zugang – zusammen.“

Planungen für Oldenfelde


Pochnicht hält jedoch grundsätzlich Zugänge an beiden Bahnsteig-Enden für sinnvoll: „Wenn eine neue Station gebaut wird, wie demnächst in Oldenfelde, ist es sinnvoll, gleich zwei Zugänge zu bauen, um die Umgebung der Haltestelle optimal zu erschließen.“

PS: Die nächste Dialogveranstaltung zur Haltestelle Oldenfelde findet am Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, in der Grundschule Bekassinenau (Bekassinenau 32) statt
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