„Mehr Wohnraum für Senioren“

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Auch die Wache 37 (Am Alten Posthaus 6) war mit einem Stand vertreten. Die Stadtteilpolizisten Oliver Kowalek (l.) und Olaf Kuckermüller im Gespräche Foto: Grewe
 
Der Seemanns-Chor sang Shantys Foto: Grewe

Tolles Bühnenprogramm, super Stimmung und ganz viele Informationen beim 2. Seniorentag

Von Elke Grewe
Wandsbek
„Miteinander leben in Wandsbek“ – unter diesem Motto stand der zweite Seniorentag. Schon kurz nach der Eröffnung durch den Wandsbeker Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Inge-Maria Weldemann, Vorsitzende des Bezirks-Seniorenbeirat, war das Quarree gut besucht. Nach der musikalischen Einstimmung durch den Seemann-Chor der Bramfelder Liedertafel „Ein-tracht“ von 1873 folgten sieben Podiumsdiskussionen, geleitet von Experten des Bezirks-Seniorenbeirats, der die Veranstaltung auch initiiert hatte.
Reges Interesse fand die erste Diskussion „Bezirkspolitik“ mit Marc Buttler (SPD), Eckard H. Graage (CDU), Dennis Paustian-Döscher (Die Grüne), Julian Georg (Die Linke) und Barbara Krüger Sauermann (Afd). Einig waren sich alle Beteiligten, dass mehr bezahlbarer Wohnraum, speziell für die Senioren, dringend notwendig sei. Allein in Wandsbek leben 13 Prozent der Rentner in Armut. Graage von der CDU machte sich dafür stark, dass stärker auf barrierefreies Wohnen bei Neubauten geachtet wird: „Nicht jeder will mal im Alter umziehen!“ Und Paustian-Döscher von den Grünen kritisierte: „Wir haben kein einziges generationsübergreifendes Wohnprojekt.“
So spannend wie die erste Podiumsdiskussion war, verliefen auch die sechs folgenden: „Wohnen im Alter“, „Integration“, „Bildung und Kultur“, „Offene Seniorenarbeit und Altersarmut“, „Sicherheit und Verkehr“ und die Diskussion „Gesundheit und Pflege“. Zu allen Fachbereichen waren auch Aktionspartner mit vielen Informationen vor Ort. Von der AWO, Alzheimer Gesellschaft bis zum neuen Verein Machbarschaft. Inge-Maria Weldemann vom Bezirks-Seniorenbeirat: „Der Gedanke des Miteinander leben ist uns bei allem am wichtigsten. Es sollen Wohnnachbarschaften aus Alt und Jung entstehen. Junge Leute können auch mal Besorgungen für Ältere machen, und ganz wichtig sind gemeinsame Feste.“
Das Wochenblatt hörte sich bei den Ausstellern um, wollte wissen, wer heute schon was für die ältere Generation macht. Fazit: Das ist eine Menge! Hier vier Beispiele:
AWO-Seniorentreff Eilbek: Seit 32 Jahren treffen sich in der Börnestraße 38 Senioren zu Kursen, suchen aber auch Rat zu Alltagsproblemen. Heino Bräumer: „Besonders beliebt ist unser Kurs ,Gedächtnistraining‘.“ Nächster Termin: 28. April, 14 Uhr. (Telefon: 209 90 30).
Pflegestützunkte Wandsbek und Rahlstedt: Das Team aus jeweils vier Mitarbeitern/innen ist eine wichtige Institution für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Man informiert über die Möglichkeiten der Pflege in der eigenen Wohnung, hilft aber auch bei der Suche nach einem eigenem Heimplatz. Dafür wird einmal jährlich mit einem Bus eine Heimtour zu verschiedenen Senioreneinrichtungen organisiert. Nächste Tour: 3. Juni von 10 bis 15.30 Uhr (Telefon: 428 99-1070).
Verein Machbarschaft: Anfang 2015 wurde dieser Verein durch das große Engagement von Claudia Orgaß im Auftrag der Stiftung Alsterdorf in Wandsbek-Hinschenfelde gegründet. Der Verein soll Anwohner vernetzen und eine gegenseitige Nachbarschaft ins Leben rufen. (Telefon: 040-650 666 861).
Mobilitätsberatung des HVV: Die HVV-Mobilitätsberatung für Senioren wurde 2012 mit Unterstützung des Landes-Seniorenbeirats Hamburg gegründet. „Ein wichtiges Thema ist zum Beispiel Busfahren mit Rollator“, so Michael Krieger. (Telefon: 68 98 98 68 0).

Weitere Infos: Seniorenbeirat Wandsbek, Robert-Schuman-Brücke 8, 428 81-2240
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1 Kommentar
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Olff Truckenmüller aus Wandsbek | 22.04.2015 | 18:49  
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