„Meiendorf picknickt“ mit Nachbarn

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Ein bunter Nachmittag mit Anwohnern und Geflüchteten

Meiendorf Miteinander essen, sich kennenlernen und internationale Musik hören, unter dem Motto „Meiendorf picknickt“ haben sich am vergangenen Wochenende neu zugezogene und alteingesessene Meiendorfer zum ersten gemeinsamen Picknick getroffen. Anfang 2016 sind die meisten Menschen, die heute in der Unterkunft am Hellmesbergerweg leben, nach einer langen und beschwerlichen Reise in Deutschland angekommen. Von da an wohnten sie in der Erstunterkunft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Stadtteil. Frauen, die zusammen mit ihren Familien aus Syrien, dem Iran, Afghanistan und anderen Ländern geflüchtet sind, haben, dort Schutz gefunden. Um hier nun auch erste Freundschaften schließen zu können, ist es wichtig, dass Nachbarn aufeinander zugehen. Die geflüchteten Frauen haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub Mittendrin und der Awo für das gemeinsame Picknick mit ihren neuen Nachbarn eigene Gerichte aus ihren Heimatländern gekocht. Die Idee der Aktion: Die neuen Nachbarn möchten im Stadtteil Freundschaften aufbauen und sich in ihrer jetzigen Heimat dann auch angenommen fühlen. Neben internationalen Gerichten gab es bei dem kleinen gemeinsamen Fest leckere Grillwürstchen, die von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr spendiert wurden. Die Mitarbeitergruppe des Forschungszentrums Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY präsentierten zum Nachbarschaftsfest Lieder aus aller Welt. Orhan Akkaya der Einrichtungsleiter vom Hellmesbergerweg betonte, wie wichtig es für die Neuzugezogenen sei, die Stadtteilbewohner besser kennenlernen zu können. „Das baut Vorurteile ab und ermöglicht einen offenen Blick auf den anderen“. Persönliche Begegnungen seien dabei der Schlüssel zu guter Integration. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit gemeinsamen Unternehmungen gemacht“, so Christina Sommerfeld von der Awo. Das gemeinschaftliche Erleben von Freizeitaktivitäten zeige dann, wie viele Gemeinsamkeiten man entwickeln kann. Die Kinder sind da beim Nachbarschafttreff am unkompliziertesten. Gemeinsam Luftballons zu Blumen formen, zusammen lachen und über die Wiese laufen verbindet und da spielen weder Herkunft noch Sprache und Aussehen eine Rolle. „Wir haben uns einfach auf Anhieb gut verstanden“, lächeln zwei Mädchen aus dem Stadtteil, von denen eines hier schon seit acht Jahren und das andere erst seit ein paar Monaten lebt. (kg)
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