Meiendorfer Tafel versorgt immer mehr Menschen

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Das Team der Meiendorf-Oldenfelder Tafel Foto: rg

Die Helfer brauchen Spenden und suchen weitere Mitstreiter

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Nahrungsmittel, die nicht mehr für den Verkauf vorgesehen sind einsammeln und an Bedürftige verteilen: Diese Idee setzte sich 1994 in unserer Stadt durch, die Hamburger Tafel wurde gegründet. 2010 begann die ehrenamtliche Arbeit der Meiendorf-Oldenfelder Tafel

in der Rogate-Kirche. „Damals hatten wir 30 Kunden, jetzt sind es 120“, erklärt Bärbel Jeger-Buschmann. Darunter 70 Kinder. Viele Ältere seien dabei, Alleinerziehende, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund. Allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda und den Gemeindebrief hätten die Bedürftigen von der Essensausgabe in Meiendorf erfahren, sagt die Helferin. „Der Bedarf in Meiendorf und Oldenfelde ist größer geworden, dennoch ist die Schamschwelle hoch, vor allem bei Senioren“, berichtet Jeger-Buschmann. Die meisten Kunden kämen regelmäßig. Die Ahrensburger Tafel fährt Supermärkte ab und liefert jede Woche rund 80 Kisten mit Brot, Obst und Gemüse. „Kühlware oder Fleisch sind Luxus“, weiß die Ehrenamtliche. Jeder Kunde muss seine Bedürftigkeit nachweisen und bekommt einen Ausweis. Erwachsene zahlen einen Euro, Kinder unter 14 Jahren bekommen die Nahrungsmittel kostenlos. Einmal im Monat gibt es in der Rogate-Kirche eine Tafel mit Hunde- und Katzenfutter. „Tiere sind für Viele ganz wichtig, weil sie ganz allein leben“, erklärt Bärbel Jeger-Buschmann. Doch beim Nachschub gibt es zusehends Probleme. Viele Bäckereien verkaufen offenbar ihre überschüssige Ware lieber an Biogasanlagen, Supermärkte kaufen anders ein und kalkulieren knapper, verkaufen teils zum halben Preis.
Jeden Dienstag kommt das Team der Meiendorf-Oldenfelder Tafel zusammen, um die Ware zu sortieren und die Ausgabe am Nachmittag vorzubereiten. „Das ist körperlich anstrengend, aber eine lohnende Arbeit“, sagt Jeger-Buschmann. Allerdings seien einige der aktuell etwa zehn regelmäßigen Helfer schon älter. „Wir würden uns über Verstärkung freuen“, so die Helferin. Und das gilt auch für Spenden. Als Puffer werden von der Tafel stets haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Zucker, Mehr, Kaffee oder Tee gebraucht. Unter dem Motto „kauf zwei, spende eins“ werden regelmäßig Spendenaktionen auf dem Edeka-Parkplatz durchgeführt. Mit manchmal mäßigem Erfolg. Wer deshalb haltbare Lebensmittel übrig hat und spenden möchte, kann diese immer dienstags ab 12 Uhr in der Rogate-Kirche abgeben. Und wer mitarbeiten möchte, kann die Tafel-Mitarbeiter einfach direkt ansprechen.

Weitere Infos: Meiendorf-Oldenfelde Tafel, Hamburger Tafel
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