Mildes Urteil in Hamburg

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Symbolfoto: thinkstock

Raub nach Attacke nicht nachweisbar: Geldstrafe

Hamburg. Am späten Abend des 3. Januar sprach Paherjan S., ein junger Mann mit afghanischen Wurzeln, den homosexuellen Erzieher Peter H. (64, Name von der Redaktion geändert) in einer Kneipe am Hauptbahnhof an. „In Wandsbek gibt es ein Lokal, da ist noch viel los“, lockte er den älteren Mann an. Peter H., der gerade von einer Party aus Hannover gekommen war, ließ sich überreden. Er war angetrunken. Die beiden Männer nahmen sich ein Taxi. An der Landwehr stiegen sie aus.
Dort stieß Paherjan S. den Erzieher in ein Gebüsch und schlug ihm auf die Nase. Der ältere Herr stürzte. Zwei junge Frauen hörten die Hilfeschreie von H. und riefen die Polizei. Paherjan S. flüchtete, konnte aber aufgrund von Videoaufnahmen, die ihn vor einer Kneipe am Hauptbahnhof zeigten, identifiziert werden. In seiner Wohnung in der Wandsbeker Chaussee wurde er festgenommen. H. stellte nach dem Überfall fest, dass seine Brieftasche fehlte. Wegen Raub und vorsätzlicher Körperverletzung musste sich S. vor dem Amtsgericht Wandsbek verantworten. Das überraschend milde Urteil: 240 Euro Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Der Vorwurf des Raubes wurde fallen gelassen. Das Gericht konnte nicht einwandfrei feststellen, dass die leere Brieftasche, die in der Nacht nach dem Überfall vor der Wohnung von Paherjan S. gefunden wurde, vorher dem Opfer gehört hatte. (je)
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