Mit den Leitboys gegen Verkehrsrüpel

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Hamburg: Meiendorfer Weg |

Sprunginsel mit orangenen Mini-Baken macht Meiendorfer Weg sicherer

Rainer Glitz
Meiendorf
Seit einigen Tagen ist die Sprunginsel endlich so, wie es Anwohner und Lokalpolitik seit längerem gefordert hatten (das Wochenblatt berichtete). Wer den Meiendorfer Weg in Richtung Volksdorf fährt, stößt auf zwei Flächen mit einem Wald aus orangenen Mini-Baken. Die sogenannten Leitboys machen klar: Hier geht es rechts an der Sprunginsel vorbei. Wer dem Fahrbahnschwenk nicht folgen will und über die Gegenfahrbahn abkürzt, riskiert im günstigsten Fall gehörigen Lärm unter dem Auto. Zusätzlich zu den Leitboys sind in beiden Richtungen Schilder aufgestellt worden, die auf die Verschwenkung in 50 Meter Entfernung hinweisen. Anwohner, Politik und Polizei erhoffen sich so nicht nur weniger oder gar keine Falschfahrer mehr, sondern auch eine deutliche Reduzierung der Geschwindigkeit. Ganz abgesehen von der Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer.

Rennstrecke entschärft

Denn der Meiendorfer Weg galt schon immer als Rennstrecke, vor allem in Richtung Volksdorf. Ausgehend von einem Antrag der SPD-Bezirksfraktion im Jahr 2009 begannen die Planungen, im Herbst 2014 war die Sprunginsel in Höhe Leharstraße fertig. Doch Anwohner beobachteten immer wieder, wie Autofahrer das Schild mit dem weißen Pfeil auf blauem Grund ignorierten. Im Frühjahr filmte dann ein Meiendorfer mit einer Videokamera das Geschehen. Ergebnis: Es wurden in einer Dreiviertelstunde zehn Falschfahrer dokumentiert. Die CD mit dem Video wurde der Polizei vorgelegt. Im Juni teilte diese dann im Regionalausschuss Rahlstedt mit, die zuständige Straßenverkehrsbehörde habe bereits reagiert und den Einbau der Mini-Baken angeordnet.

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