Mit M.i.r.j.a nach Jenfeld?

Anzeige
CDU-Bürgerschaftskandidat Henri Schmidt (l.) und Tobias Hagen vom Landesvorstand der Jungen Union wollen die U 4 nach Jenfeld verlängern Foto: Glitz

CDU denkt an Tunnelbohrer für längere U 4. Barsbüttel könnte profitieren

Von Rainer Glitz
Jenfeld Der Senat plant, im Hamburger Osten viele neue Wohnungen zu bauen. Und die neuen Quartiere in  Hammerbrook, Rothenburgsort, Hamm, Horn, Billstedt und Billbrook sollen auch gleich ans U-Bahnnetz angeschlossen werden. Konkret: Die U 4 soll über Billstedt zur Horner Rennbahn führen, dort soll sie um die zusätzlichen Haltestellen Stoltenstraße und Horner Geest erweitert werden. Baustart für die 1,8 Kilometer lange Strecke ist vermutlich 2019, fünf Jahre später sollen die ersten U-Bahnen fahren. „Wenn die U 4 schon so nahe dran ist, dann sollte sie doch gleich bis Jenfeld weitergebaut werden“, findet Tobias Hagen, Landesvorstandsmitglied der Jungen Union. Es wäre erheblich teurer, den Tunnelbau am EKZ Manshardtstraße zu beenden und die Baustelle vielleicht Jahre später wieder einzurichten, so der Barsbütteler. „Eine Schienenanbindung muss sein“, sagt auch Henri Schmidt, CDU-Bürgerschaftskandidat aus Jenfeld. Damit würde der Stadtteil aufgewertet.

Tunnelbohrer M.i.r.j.a.


Auch einen Namen für den möglichen Tunnelbohrer haben die beiden CDU-Politiker schon: „Mitte in Richtung Jenfeld anbinden“, kurz: M.i.r.j.a in Anlehnung an den Elbtunnelbohrer Trude. Die zwei Kilometer lange Strecke könnte unter dem Schiffbeker Weg und dann ab Rodigallee in Richtung Jenfelder Zentrum führen. Eine Variante wäre ein Abzweig ab Stoltenstraße, damit könnten die Helmut-Schmidt-Universität und Teile Marienthals ans U-Bahnnetz angeschlossen werden. „Die U 4 ist machbar und schon jetzt leistungsfähig“, sagt Tobias Hagen. Er macht eine einfache Rechnung auf: Die bisher geplante Verlängerung nutze 13.000 Menschen in Horn. In Jenfeld aber leben 30.000 Menschen. Das wenig frequentierte Parkhaus an der Blauen Brücke könnte für Park and Ride genutzt werden, das wiederum wäre ein interessantes Angebot für weitere 13.000 Einwohner Barsbüttels. Denkbar wäre auch, die U 4 bis in die Nachbargemeinde weiterzubauen.
Und der Bedarf wird in Zukunft noch steigen. „Jenfeld wächst, zum Beispiel mit dem Projekt Jenfelder Au“, sagt CDU-Kandidat Henri Schmidt. Deshalb wollen er und Tobias Hagen die Idee voranbringen, zumal die SPD den Ausbau der U-Bahn ja unterstütze. Eine weitere Chance sehen die Politiker in der Olympiabewerbung Hamburgs. Bei einem Erfolg stünden noch einmal zusätzliche Mittel für die Infrastruktur zur Verfügung. Schmidt und Hagen wollen nun mit der  Hochbahn über M.i.r.j.a reden.  
Anzeige
Anzeige
6 Kommentare
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 01.02.2015 | 09:20  
55
CDU Jenfeld aus Wandsbek | 01.02.2015 | 17:41  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 01.02.2015 | 20:39  
55
CDU Jenfeld aus Wandsbek | 02.02.2015 | 07:13  
397
Rainer Stelling aus St. Georg | 02.02.2015 | 13:44  
55
CDU Jenfeld aus Wandsbek | 02.02.2015 | 14:51  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige