Mit Musik geht alles besser

Anzeige
Margot Homes ist Mitglied im „Verein der Hamburger“ und mit 87 immer noch aktive Akkordeonspielerin. Foto: Christa Möller

„Verein geborener Hamburger“ spielt zum Advent

Von Christa Möller
Farmsen. Margot Homes ist Mitglied in einem Verein, der sich etwas ganz Besonderes auf die Fahnen geschrieben hat, nämlich „die Eigenstaatlichkeit Hamburgs zu erhalten und die Verbundenheit mit unserer alten Hansestadt zum Ausdruck zu bringen“. 1897 als „Verein geborener Hamburger“ gegründet, wurden hier einst nur Mitglieder aufgenommen, deren Eltern und Großeltern ebenfalls in Hamburg geboren waren, wie Margot Homes erinnert. Frauen wurde die Mitgliedschaft gänzlich verwehrt. Das ist längst Geschichte, der Verein heißt heute „Verein der Hamburger“ und freut sich über jedes neue Mitglied, dem das Wohl der Hansestadt am Herzen liegt und der bereits über drei Jahre hier lebt. Zwar gibt es noch eine ausschließliche Männerdomäne, doch handelt es sich dabei um den Seemannschor: Hier sind im wahrsten Sinne nur Männerstimmen gefragt.
Ansonsten dürfen die Frauen mitreden. Margot Homes, inzwischen 87, ist seit 25 Jahren Mitglied und immer noch ganz aktiv. Häufig gibt sie sogar den Ton an: In ihrer Akkordeongruppe, die ein fester Bestandteil des Vereins ist und einst sogar als stattliches Orchester mit 45 Musikern auftrat. Die verbliebenen sieben Akkordeonspieler sind nicht minder engagiert, proben regelmäßig mit ihrer Leiterin und lassen andere gern teilhaben an ihrer Musik. Nächster Termin ist am 4. Adventssonntag, 23. Dezember, um 10 Uhr im Gottesdienst in der Farmsener Erlöserkirche. „Seit 30 Jahren spielen wir dort zum Advent“, sagt sie. „Meine Musik ist meine Medizin“, stellt die ehemalige Musiklehrerin für Tasteninstrumente schmunzelnd fest und wuchtet ihr etwa zwanzig Kilogramm schweres 120 bässiges Lieblingsakkordeon hoch. Insgesamt hat sie vier große und kleine Akkordeen. Das Spielen macht ihr einfach Spaß. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf „Volksmusik, Strauss-Operetten, Walzer – ein buntes Programm“. „Ännchen von Tharau“ oder den „Schneewalzer“, diese Melodien möchte auch ihr Publikum gern hören. Ehrenamtlich spielt die 87-Jährige mit ihrer Akkordeon-Gruppe unter anderem in Seniorenheimen und natürlich bei den „Faxenmokern“, der vereinseigenen Theatergruppe, die sie musikalisch unterstützt. „Wir würden uns über weitere Mitspieler freuen, auch eine Gitarre könnte dazukommen“, sagt die aktive Seniorin, die auch Klavier spielt und immer Wert darauf legte, den Schülern die Noten „spielend“ beizubringen. Wer das Akkordeonorchester unterstützen möchte, sollte bereits Notenkenntnisse haben und erfährt Näheres unter
t 040 – 643 86 71.
Heute hat der Verein der Hamburger etwa 300 Mitglieder, die sich einmal monatlich zur Versammlung im „Luisenhof“ am U-Bahnhof Farmsen treffen, gern Plattdeutsch schnacken, Ausflüge und Besichtigungen unternehmen, um die Umgebung kennenzulernen und sich um die Mitarbeit in kommunalen Angelegenheiten kümmern. Alle zwei Monate erscheint die Vereinszeitung „Von düt und dat in hoch un platt“, demnächst sogar farbig. Der Verein hofft auf weitere Interessierte, „besonders jüngere, die unter 50 sind und bereit, ein Amt zu übernehmen“, wie Margot Homes betont.

Weitere Infos über den Verein erteilt der Vorsitzende Detlev Engel unter Tel.: 73 67 16 50. Näheres erfahren Interessierte auch im Internet unter Verein der Hamburger
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige