Motorradfreunde fahren für polnische Kinder

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Andreas Panckow (links) und Rolf Stenzel suchen Spender in Rahlstedt.

Im September startet der nächste Transport. Kleiderspenden willkommen

Von Rainer Glitz
Rahlstedt. Zwei Leidenschaften teilen Andreas Panckow und Rolf Stenzel: Motorradfahren und Helfen. Charity Biker haben sie denn auch ihre im vergangenen Mai gegründete Gruppe genannt. Der Rahlstedter Computerspezialist Panckow traf den Bauingenieur Stenzel aus Othmarschen beim Arbeiter Samariter-Bund. Beide waren Mitglieder der dortigen Motorradgruppe. „Wir haben kleinere Motorradtouren in den Harz gemacht“, erzählt Andreas Panckow. Es wurde aber auch Geld gesammelt, und das ging in Hilfsprojekte des ASB in Osteuropa. Ende April fuhren die Biker zusammen mit einem Kleinbus voller Hilfsgüter nach Polen, zu einem Kinderheim und einer Schule in der Nähe von Posen. „Wir haben auch einen Rollstuhl für einen behinderten Jungen abgeliefert“, sagt Rolf Stenzel. Und der durfte dann auch einmal auf dem Motorrad sitzen und Gas geben. „Das war für Dominik das Größte“, erzählt Stenzel und sagt: „Dafür fahren wir“. Doch in der Gruppe gab es Querelen, und so beschlossen Stenzel und Panckow, alleine weiter zu machen. Für September planen die beiden eine weitere Tour nach Polen. „Wir suchen in Rahlstedt und Umgebung vor allem Kleidung für Kinder zwischen 10 und 16 Jahren“, sagt Andreas Panckow. Aber auch gebrauchte Fahrräder, Computer oder Skateboards nehmen die Charity Biker gerne. „Die Sachen sollten nur einigermaßen in Ordnung sein“, erklärt Panckow, „Wir kommen auch gerne vorbei und holen die Spenden ab“. Alle Spender werden notiert und bekommen als Dankeschön Bilder von der geplanten Aktion, versprechen die beiden Motorradfreunde. Sie wollen auch gezielt Firmen ansprechen, um beispielsweise Drogerieartikel oder Süßigkeiten gratis zu bekommmen. „Wir quatschen alle an und verteilen überall unser Kärtchen“, sagt Panckow und lacht. Im kommenden Jahr werden die Kinder aus Polen nach Hamburg kommen, um am Elbstrand in Wedel zwei Wochen Urlaub zu machen. „Wir wollen die Zusammenabeit mit dem Kinderheim in Jaraczewo fortsetzen“, sagt Rolf Stenzel. Man suche aber auch nach weiteren Adressen, es könnten auch Einrichtungen in Deutschland sein. Denn die Resonanz bei den Spendern sei bislang überwältigend gewesen. Noch managen Panckow und Stenzel ihre Hilfsaktion ganz allein. Sie würden aber gerne weitere motorradbegeisterte Mitstreiter mit neuen, eigenen Ideen gewinnen. Der 53-Jährige Panckow ist übrigens seit seinem 16. Lebensjahr auf zwei Rädern unterwegs. Der 63-Jährige Stenzel kam erst vor fünf Jahren in den USA auf den Geschmack und machte seinen Motorradführerschein.
Kontakt: Andreas Panckow Tel.: 0170 / 807 66 98
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1 Kommentar
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Andreas Panckow aus Rahlstedt | 04.08.2012 | 17:34  
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