Nach der Nachverdichtung in Hamburg

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So sieht Nachverdichtung aus: Die Balkone sind in Rufweite. Im Erdgeschoss haben Mieter ihre Vorgärten mit einem Sichtschutz umzäunt Fotos: mdt

Was wurde aus den Häusern mit Minimal-Abstand in der Legienstraße?

Hamburg. Fünf Monate nach dem Einzug der ersten Bewohner in die Seniorenwohnanlage an der Legienstraße 45 hat sich das Verhältnis zwischen den Neuankömmlingen und ihren alteingessenen Nachbarn merklich entspannt. „Es ist zwar sehr nah, aber wir haben unsere Ruhe. Manchmal winken wir unseren neuen Nachbarn vom Balkon aus zu“, sagt Magda Melitz. Die 78-Jährige hatte zusammen mit ihren Nachbarn monatelang gegen den Neubau protestiert (das Wochenblatt berichtete). Der Vorwurf: Die SAGA GWG baut zu dicht an das bestehende Gelbklinker-Wohnhaus an der Legienstraße heran. Der Abstand zwischen dem fünfgeschossigen Altbau und dem ein Stockwerk höheren Neubau beträgt an einigen Stellen gerade mal sechs Meter. Das ist erlaubt, aber knapp.

Langer Protest

Das Wochenblatt berichtet seit April 2012 über den Ärger der Anwohner. Damals wurden die Pläne der SAGA bekannt. Die Bewohner waren verärgert, weil die Wohnungsgesellschaft sie nicht über den Neubau informierte. Nachverdichtung – so nannte das städtische Wohnungsunternehmen den Neubau in Horn. Schattenspender trifft es eher. Denn wo in den nach Südwesten ausgerichteten Vorgärten und Balkons früher stundenlang die Sonne schien, stehen die Bewohner heute im Schatten. Die SAGA GWG stellte im Juni die Seniorenwohnanlage mit 88 Wohnungen fertig. (mdt)
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