Nach „P + R“ kommt „B + R“

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Stellen die Fahrrad-pläne für Berne vor: die SPD-Bürger-schaftsabgeordne-ten Ole Torben Buschhüter (rechts) und Lars Pochnicht Foto: tel

Fahrradstellplätze in Berne werden verdoppelt. Arbeiten gestartet

Von Michael Hertel
Berne
Kaum steht das Dach über den Fahrradständern am neu angelegten Vorplatz des U-Bahnhofs Berne, da wird in Sachen Fahrrad-Parkplätzen kräftig nachgerüstet. „Demnächst gibt es hier fast doppelt so viele Fahrradständer wie bisher“, kündigt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Ole Torben Buschhüter, gegenüber dem Wochenblatt an. Konkret: aus 402 Stellplätzen werden 799. „Schuld“ daran ist das Bike+Ride-Entwicklungskonzept des Senats. Die Arbeiten dafür haben jetzt begonnen.Das Senatskonzept sieht bis zum Jahr 2025 den Bau von rund 12.000 auf dann insgesamt 28.000 Stellplätze an den Schnellbahn-Haltestellen vor. Die Hälfte davon soll überdacht, 20 Prozent als gesicherte Mietplätze angelegt werden. Bereits bestehende Stellplätze (geschätzt 16.000) werden nach Bedarf aufgewertet und teils neu geordnet. Insgesamt sollen rund 30 Mio. Euro investiert werden.
Neu geordnet wird nach Auskunft von Lars Pochnicht, SPD Bürgerschaftsabgeordneter aus Berne, auch die Zuständigkeit für das B + R-System (Bike and Ride): Die Fahrradanlagen werden nach und nach in die Verantwortung der stadteigenen P + R Betriebsgesellschaft (Park and Ride) übernommen, die bereits die Hamburger P+R-Parkplätze betreibt. Das Unternehmen gehört zu 95 Prozent der Stadt, fünf Prozent hält der ADAC. Die P + R Betriebsgesellschaft übernimmt auch im Rahmen des Senatskonzepts Planung und Bau der Fahrradanlagen. Die öffentlichen Flächen werden von der Stadtreinigung gesäubert. Pochnicht: „Damit ist das bisherige Zuständigkeits-Wirrwarr in Sachen Kontrolle und Sauberkeit der Anlagen beendet.“ Die zusätzlichen Fahrradstellplätze am U-Bahnhof Berne werden überwiegend am Berner Heerweg zwischen der Parkpalette und dem Gehweg entstehen. Auch die Sammelschließanlage im Untergeschoss des Parkhauses wird erweitert. Laut Buschhüter handelt es sich um die größte Einzelmaßnahme dieser Art im laufenden Jahr. Und sein Kollege Pochnicht freut sich für Berne: „Künftig muss hier niemand mehr sein Rad am Baum oder Brückengeländer anschließen, denn es wird auf Jahre hinaus genügend Fahrradbügel geben. Da sieht dann gleich alles viel aufgeräumter aus.“
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