Nadelöhr in Farmsen

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Auf den Straßen, Rad- und Fußwegen am U-Bahnhof Farmsen ist es oft eng. Fotos: Glitz

CDU will Verkehrssituation am U-Bahnhof verbessern

Von Rainer Glitz
Farmsen. Sieben Linienbusse des HVV befinden sich gleichzeitig im Bereich Am Luisenhof / August-Krogmann-Straße am U-Bahnhof Farmsen. Es ist Hauptverkehrszeit, Autos stauen sich in Richtung Steilshoop, aber auch in Richtung Rahlstedt. Unter der U-Bahnbrücke steht eine schwarze Traube von Menschen, die warten oder bereits in den Bus steigen. Radfahrer klingeln, kommen aber nicht durch und müssen absteigen. Auf der anderen Straßenseite vor der HASPA ist etwas mehr Platz, aber auch dort kommt es ständig zu Beinah-Kollisionen zwischen Radfahrern und Fahrgästen. „Ich bin selbst oft mit dem Fahrrad unterwegs“, sagt Huy-Tam Van, CDU-Bezirksabgeordneter aus Farmsen und ergänzt: „So geht das nicht weiter“. Durch die sogenannte Busbeschleunigung fahren in Farmsen mehr Busse in kürzeren Zeitintervallen, dazu auch Gelenkbusse. Die Folge: Die Haltebuchten sind fast durchgehend besetzt, Busse stehen zeitweise schräg und behindern den Autoverkehr in Richtung Rahlstedt. „So steigt hier die Unfallgefahr und Rettungsfahrzeuge kommen nicht durch“, sagt Van. Er befürchtet, dass die Verkehrssituation am Nadelöhr U-Bahn Farmsen noch schlimmer wird. Denn im Stadtteil und in Rahlstedt und Bramfeld werden gerade hunderte neuer Wohnungen gebaut – das bedeutet mehr Einwohner und mehr Verkehr. „Wir müssen jetzt planen, bevor Not am Mann ist“, sagt Huy-Tam Van. Deshalb hat die CDU in der Bezirksversammlung Wandsbek einen Antrag gestellt, dem alle Fraktionen zustimmten. Die zuständigen Behörden und der HVV sollen die Situation am Verkehrsknotenpunkt Farmsen prüfen. Er wolle den Fachleuten nicht vorgreifen, sagt der CDU-Lokalpolitiker, einige Ideen gebe es aber schon.  So könnte die Bushaltestelle in Richtung Steilshoop dorthin verlegt werden, wo jetzt die Parkplätze vor der Ladenzeile sind. Der Taxenstand soll dort bleiben. In der Gegenrichtung könnten die Parkplätze unter der U-Bahnbrücke Platz für eine verlängerte Busspur machen. Dann könnten die Fahrer dort auch Pause machen. Die CDU kritisiert außerdem, dass es unter der U-Bahnbrücke viel zu dunkel sei, zudem müsse es mehr Fahrradstellplätze geben. Nun sind die Verkehrsfachleute am Zug, eine erste Rückmeldung an die Bezirkspolitiker soll es Anfang des kommenden Jahres geben. Dann soll nach einer langfristigen, tragbaren Lösung für die Verkehrsprobleme in Farmsen gesucht werden.
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